Bad Schwartau: Viel Unterstützung für die Tafel

Die Pandemie stellt auch die Bad Schwartauer Tafel vor Herausforderungen. Die Warenausgabe ist jetzt arbeitsintensiver und zeitaufwendiger.

Das Arbeiten in der Bad Schwartauer Tafel ist unter Corona-Bedingungen deutlich schwieriger

Die Corona-Pandemie stellt auch die Bad Schwartauer Tafel vor Herausforderungen. Die Warenausgabe ist jetzt arbeitsintensiver und zeitaufwendiger. Doch die Unterstützung ist groß.

An drei Tagen in der Woche – montags, mittwochs und freitags – findet an der Mühlenstraße in Bad Schwartau die Lebensmittelausgabe statt. Die Spenden durch die Supermärkte seien glücklicherweise konstant, freut sich Monika Vechtel, stellvertretende Leiterin der Bad Schwartauer Tafel. Die Einrichtung in Trägerschaft der Awo Bad Schwartau profitiert zurzeit auch von den Spenden, die sie in der Weihnachtszeit erhalten hat. Die haltbaren Lebensmittel wie Nudeln, Reis oder Kaffee werden direkt an die insgesamt 190 registrierten Haushalte in Bad Schwartau sowie den Gemeinden Stockelsdorf und Bad Schwartau verteilt. Von den eingegangenen Geldbeträgen können Betty Kloss, Leiterin der Tafel, und ihrer Mitstreiterinnen gezielt Produkte kaufen, die manchmal knapp sind wie beispielsweise Butter.

Die Tafel Bad Schwartau und der Lockdown

Während des ersten Lockdowns musste die Bad Schwartauer Tafel die Warenausgabe zwei Monate lang einstellen. Stattdessen packten Helfer Pakete für die Empfänger und lieferten sie mit Unterstützung der Bad Schwartauer Nachbarschaftshilfe aus.

Seit der Wiedereröffnung hat sich einiges im Arbeitsablauf geändert. Das fängt damit an, dass sich aus Hygienegründen viel weniger Tafel-Mitarbeiter in den ohnehin beengten Räumen aufhalten dürfen. Dadurch gibt es für jede einzelne und jeden einzelnen mehr zu tun, um die Waren zu sortieren und für die Verteilung vorzubereiten. Da die Tafel-Bleibe nur einen Zugang hat, ist es nicht möglich, ein Einbahnstraßensystem einzurichten. Nur ein Kunde darf eintreten, um Produkte in Empfang zu nehmen. Die anderen Kunden, die ein Zeitfenster für die Warenausgabe erhalten haben, müssen – mit Abstand – draußen warten, bis sie dran sind. „Das klappt recht gut, und die meisten Kunden sind sehr geduldig“, sagt Monika Vechtel.

Arbeit der Tafel auch während der Pandemie wichtig

Doch für sie und ihre Kolleginnen heißt es, dass sie bei der Warenausgabe zurzeit allein und bei geöffneten Fenstern arbeiten müssen, um die Vorschriften zu befolgen. Auch die Arbeitstage sind für die Ehrenamtlichen durch die Pandemie deutlich länger geworden. „Da merkt man am Abend schon, was man getan hat“, sagen sie.

„Die Bad Schwartauer Tafel sagt allen Sponsoren, Märkten, Stiftungen, den Kommunen, sowie vielen Einzelspendern von Lebensmitteln oder großzügigen finanziellen Beiträgen herzlichen Dank“, so Wolfgang Dunker, Vorsitzender der Awo. „Ohne diese Unterstützer könnte die Tafel nicht so viele Menschen erreichen, die dringend der Hilfe bedürfen.“ Ein Dank gehe auch an die Tafel-Mitarbeiter. „Unter hohem Risiko für sich selbst sind sie für die Kunden unter den Beschwernissen der Covid-19-Pandemie da.“ ES

Foto: Elke Spieck

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