Bodelschwingh-Haus wird saniert, Wohnungslose ziehen auf den Volksfestplatz

Wohnungslose Container Volksfestplatz Lübeck

Auf dem Lübecker Volksfestplatz entsteht ein neues Containerdorf. Einziehen sollen dort rund 60 wohnungslose Menschen. Denn das Bodelschwingh-Heim am Meesenring braucht eine dringende Renovierung.

Bodelschwingh-Haus ist renovierungsbedürftig

Das Bodelschwingh-Haus ist baufällig. Unter anderem muss der Brandschutz erneuert werden. „Die Sanierung und Erweiterung ist überfällig“, sagt Lübecks Sozialsenator Sven Schindler. Derzeit erfasst die Hansestadt Lübeck, was alles erneuert werden muss. Deshalb müssen die Bewohner der Wohnungslosen-Unterkunft im April umziehen. Ihr neues Zuhause: ein Containerdorf auf dem Volksfestplatz. Zunächst sollen hier 31 der Bodelswingh-Bewohner unterkommen. Später sollen weitere folgen, 60 Bewohner sollen es werden. Los geht der Umzug vermutlich im April 2021.

60 Wohnungslose ziehen auf den Volksfestplatz

Eigentlich ist die Containeranlage an der Schlutuper Straße auf Marli bereits ein Ausweichquartier für das Bodelswingh-Haus. Doch auf dem Areal entsteht ab dem Frühjahr ein großes Neubaugebiet. Deswegen müssen die Wohnungslosen nun an einer anderen Stelle unterkommen. Der Volksfestplatz ist Container-erprobt: Von 2015 bis 2017 waren hier Flüchtlinge untergebracht.

Keine Alternative zum Volksfestplatz

Bei der Auswahl des Quartieres hätte man alle Kriterien erwogen, sagt die Hansestadt Lübeck. Eine Alternative gibt es nach Auskunft der Stadt soweit nicht. Wenn die Renovierung am Meesenring abgeschlossen ist, ziehen die Bewohner vom Volksfestplatz wieder zurück. Die Hansestadt Lübeck rechnet mit dem Wiederbezug des Bodelschwingh-Heimes im Frühjahr 2023. Oliver Pries

Foto: 2015 enstand auf dem Volksfestplatz ein Containerdorf für Geflüchtete. Holger Kröger

 

 

 

 

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