Schärfere Corona-Maßnahmen auch im Kreis Ostholstein – Todesfälle steigen deutlich

Ab sofort gelten in Schleswig-Holstein verschärfte Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung. Kernpunkt der Änderungen sind die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Raum.

Kontakte weitestgehend reduzieren

Zusammenkünfte zu privaten Zwecken sind nur noch mit Personen eines gemeinsamen Haushalts sowie einer weiteren Person zulässig (unabhängig vom Ort des Treffens). Ausnahmen sind möglich zur Sicherstellung der Betreuung von Kindern unter 14 Jahren oder von pflegebedürftigen Personen. So können beispielsweise zwei Haushalte die Betreuung der jeweiligen Kinder gemeinsam sicherstellen. Es sollte sich dabei möglichst jeweils um einen festen, nicht wechselnden Haushalt handeln.

Auch Kita-Personal muss ab sofort Masken tragen

Der Kreis Ostholstein hat außerdem die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten öffentlichen Bereichen des Kreisgebiets bis zum 31. Januar verlängert. Wegen der Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 70 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in Ostholstein wurde darüber hinaus wurde eine weitere Allgemeinverfügung mit besonderen Regelungen bei Angeboten der Kindertagesbetreuung erlassen. Diese gilt zunächst bis zum 15. März. Im Kindergarten, in der Krippe, im Hort und in der Kindertagespflege haben alle erwachsenen Personen – und somit auch die pädagogischen Fachkräfte – eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Abgenommen werden darf dieser nur vorübergehend, wenn es erforderlich ist – beispielsweise zur Sprachförderung oder weil Kinder getröstet werden müssen.

Positiv Getestete und Kontaktpersonen müssen sich beim Kreis melden

Weiterhin gilt auch, dass positiv getestete Personen und Menschen, die mit diesen engen Kontakt hatten, verpflichtet sind, sich umgehend in häusliche Quarantäne zu begeben und sich unverzüglich beim Fachdienst Gesundheit des Kreises Ostholstein zu melden. Den vollständigen Text der Allgemeinverfügungen finden Interessierte online auf www.kreis-oh.de.

75 Prozent mehr Corona-Tote innerhalb von einer Woche

Wie notwendig die Maßnahmen sind, zeigt ein Blick auf die Zahlen: Allein in den vergangenen sieben Tagen haben sich in Ostholstein 180 Menschen mit Corona infiziert. Der Inzidenz-Wert, also die Fälle der vergangenen sieben Tage bezogen auf 100 000 Einwohner, lag am Montag, 11. Januar, im Kreis Ostholstein bei 89,8. Insgesamt sind in Zusammenhang mit dem Coronavirus kreisweit 21 Todesfälle zu beklagen – das ist eine Steigerung um 75 Prozent gegenüber Montag vergangener Woche. Wie der Kreis mitteilt, gehen die Toten im Wesentlichen auf das Infektionsgeschehen in Pflegeeinrichtungen zurück. Die Lübecker Nachrichten berichten, dass es in der Alloheim Senioren-Residenz „Grömitzer Höhe“ in Grömitz seit November 57 Personen infiziert haben. Zudem starben bislang sieben Bewohner aus dem Pflegebereich an oder mit Corona. Der Bereich „Betreutes Wohnen“ gelte nach wie vor als coronafrei.

 

(Foto: Graap)

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