Heißewecken: In Eutin beginnt die Saison für typisch norddeutsches Gebäck

Kaum sind die Weihnachtskekse genascht und die letzten Silvester-Berliner genossen, kommt die Zeit für ein weiteres traditionelles Gebäck: Mit dem neuen Jahr beginnt bei der Bäckerei Klausberger in Eutin die Heißewecken-Saison.

Spezialität ist seit dem 15. Jahrhundert belegt

Bäckermeisterin Anja Klausberger backt gerne saisonale Spezialitäten. „Für mich gehören die Heißewecken in das neue Jahr genauso wie der Pflaumenkuchen in den Spätsommer und der Stollen in die Weihnachtszeit“, sagt sie. Viele Schleswig-Holsteiner werden dieser Aussage mit Sicherheit zustimmen. Wer jedoch weiter südlich in Deutschland nach Heißewecken fragt, erntet meistens fragende Gesichter. Dieses köstliche Hefegebäck gibt es nämlich traditionell nur in Norddeutschland, aber dafür schon seit dem Spätmittelalter. Erste Belege stammen aus dem 15. Jahrhundert. Verwandte der Heißewecken lassen sich darüber hinaus auch bis heute in Skandinavien und im Baltikum finden.

Handwerk, Rosinen und Kardamom

Seit alter Zeit werden die Heißewecken vor Beginn der Fastenzeit gegessen, insbesondere von Rosenmontag bis Aschermittwoch. Doch auch schon jetzt lässt sich bestens mit den Heißewecken – gefüllt oder pur – das neue Jahr beginnen. In der Bäckerei Klausberger wird der Teig der Heißewecken mit Rosinen, Orangeat, Zitronat und Kardamom veredelt. „Das gibt ihnen ein besonderes Aroma“, erläutert Anja Klausberger. Bis Aschermittwoch, 17. Februar, werden die Heißewecken noch in handwerklicher Herstellung in der Eutiner Backstube hergestellt und lassen sich dann in den fünf Geschäften der Bäckerei Klausberger in Eutin und Malente finden. Nähere Infos gibt es online auf www.klausberger.de.

 

Die Bäckerei Klausberger in Eutin produziert wieder ihr traditionelles Saisongebäck: Heißewecken. (Foto: hfr)

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