Lübeck verlängert Kontaktbeschränkungen und weitet Feuerwerksverbot aus

Verlängerung des Kontaktverbotes

Die Hansestadt Lübeck hat die bestehende Allgemeinverfügung zu Kontakt- und Zugangsbeschränkungen vom 20.12.2020 bis zum 04.01.2021 verlängert. Die 7-Tage-Inzidenz ist zwar von 230 (20.12.2020) auf 128,9 (28.12.2020, 00:00 Uhr) gesunken. Das ist aber kein Anlass zur Entwarnung. Die Infektionslage befindet sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Es ist davon auszugehen, da feiertagsbedingt die Arztpraxen geschlossen und demzufolge weniger getestet worden ist, dass so der Abfall der Inzidenz vorhersehbar war. Die vorliegenden Zahlen bilden deshalb aller Wahrscheinlichkeit nach nicht das aktuelle Infektionsgeschehen ab. Das Gesundheitsamt geht von steigenden Fallzahlen nach dem Jahreswechsel aus. Die Hansestadt Lübeck stellt fest, dass es sich weiter um eine Viruszirkulation auf Bevölkerungsebene handelt. Gezielte Einzelmaßnahmen sind daher derzeit nicht möglich.

Die Hansestadt Lübeck ist deshalb angesichts der Dynamik des Infektionsgeschehens aus Gründen des Gesundheitsschutzes und Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems gehalten, die kontaktbeschränkenden Maßnahmen zu verlängern, um das Ansteigen des Inzidenzwertes zu vermeiden. Die Verlängerung der Allgemeinverfügung ist verhältnismäßig in Abwägung des Eingriffs in die Freiheitsrechte und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Feuerwerksverbot und Richtlinien zu Silvester

Die bevorstehenden Tage insbesondere mit Silvester und Neujahr stellen ein zusätzliches Infektionsrisiko dar. Hier reagiert die Stadt flankierend mit einer gesonderten Allgemeinverfügung zum Feuerwerksverbot in Teilbereichen der Hansestadt Lübeck.

Grundsätzlich gelten jedes Jahr die Vorschriften der Sprengstoffverordnung. Danach ist das Abbrennen der pyrotechnischen Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet und Fachwerkhäusern am 31. Dezember und 1. Januar verboten. Bei hochsteigenden Feuerwerksraketen ist ein Abstand von 200 Metern zu Grunde zu legen, ansonsten gilt ein Abstand von 25 bis 30 Metern.

Durch die Allgemeinverfügung zum Feuerwerksverbot werden die Bereiche ausgeweitet. Dadurch ist zum Beispiel das Abbrennen von Feuerwerkskörpern nahezu auf der gesamten Lübecker Altstadtinsel, in der Altstadt von Travemünde sowie den Stränden und Promenaden nicht gestattet. In einzelnen Stadtteilen kommen Plätze, Parks und Straßen hinzu, die aus den vergangenen Jahren als Orte bekannt sind, an denen es traditionell durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu Menschenansammlungen kommt. Die vollständige Liste aller Straßennahmen ist der Allgemeinverfügung sowie den Stadtkarten unter www.luebeck.de/feuerwerk zu entnehmen.

Foto: Pixabay

 

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