Impfzentrum in Eutin geht Anfang Januar an den Start

In Schleswig-Holstein haben die ersten Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Mobile Impf-Teams sind seit dem 27. Dezember in Pflegeeinrichtungen unterwegs, auch in den ersten Kliniken wird geimpft. Voraussichtlich ab 4. Januar nehmen die ersten 15 Impfzentren – eines pro Kreis – den Betrieb auf. In Ostholstein geht zunächst das Eutiner Impfzentrum im ehemaligen Sky-Markt direkt am Marktplatz an den Start.

Am Sonnabend werden die Abläufe eingeübt

Wie die Kreisverwaltung mitteilt, werden am Sonnabend die Abläufe eingeübt. Vor Ort sind Ärzte, medizinisches Hilfspersonal, Kräfte der Bundeswehr und Mitarbeiter des Kreises Ostholstein. Die Katastrophenhelfer vom Technischen Hilfswerk haben beim Aufbau des Impfzentrums eine zentrale Rolle gespielt. Weitere Impfzentren entstehen in Lensahn und Bad Schwartau.

Termine buchen online oder per Telefon

Für eine Impfung können Berechtigte aus den priorisierten Personengruppen ab sofort unter der Rufnummer 116 117 oder im Internet auf der Website www.impfen-sh.de einen Termin buchen. Aktuell ist der Ansturm auf die Impfzentren übrigens enorm groß. Sollte das Zentrum in Eutin ausgebucht sein, sind Termine erst wieder ab Dienstag, 5. Januar, buchbar. Online gibt es auch weitere grundlegende Infos zur Corona-Schutzimpfung.

Wer ist zunächst impfberechtigt?

Impfberechtigt sind – nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission – zunächst insbesondere Pflegekräfte stationärer Pflegeeinrichtungen und ambulanter Pflegedienste, Mitarbeitende von Rettungsdiensten sowie Menschen, die älter als 80 Jahre sind. Als Nachweis, um eine Berechtigung glaubhaft zu machen, benötigen Betroffene den Personalausweis beziehungsweise eine Bestätigung des Arbeitgebers. Sie erhalten den als erstes zugelassenen Impfstoff von Biontech/Pfizer, von dem in Schleswig-Holstein bis zum 30. Dezember bereits 48?000 Dosen zur Verfügung standen.

Ministerpräsident Günther ruft zum Impfen auf

Ministerpräsident Daniel Günther appelliert an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. „Effektive und sichere Impfungen können einen entscheidenden Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten.“ Er sei überzeugt vom Erfolg der Impfkampagne und setze darauf, „dass die ganz große Mehrheit der Schleswig-Holsteiner mitmacht.“ Wer sich impfen lasse, „schützt seine Gesundheit und die Gesundheit anderer und hilft Leben zu retten“. Die Impfung sei auch das Instrument, um die Kontaktbeschränkungen mittelfristig zu lockern. Zunächst müsse jedoch ein Großteil der Bevölkerung eine Immunität gegen das Virus entwickelt haben. Ministerpräsident Günther und Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg betonen gemeinsam, dass auch sie persönlich sich impfen lassen werden. „Und zwar dann, wenn wir nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission an der Reihe sind.“

 

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg nahm im Zentrallager den ersten Impfstoff, der tiefgekühlt lagern muss, in Empfang. (Foto: hfr)

2 Antworten auf &‌#8222;Impfzentrum in Eutin geht Anfang Januar an den Start&‌#8220;

  1. Hans Bergunde sagt:

    Wir sind ein Ehepaar von 83 und 84 Jahren und würden uns gerne impfen lassen. Leider ist es uns bisher nicht gelungen einen Impftermin zu bekommen. Es heißt immer, dass sämtliche Termine vergeben seien und dass wir es ab 5. Januar wieder versuchen sollen. Wir wohnen in Lensahn und da das Impfzentrum in Lensahn erst zu einem späteren Zeitpunkt öffnen soll, müssen wir nun auch noch nach Eutin ausweichen. Für Menschen unseren Alters ziemlich beschwerlich. Von der gesammten Organisation hätten wir uns wirklich mehr erwartet. Aber vielleicht haben wir ja Glück und bekommen doch noch einen Termin, wenn auch in Eutin.

  2. Volker Graap sagt:

    Hallo Herr Bergunde,

    solange noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung steht, heißt es – wie es Landrat Sager es formuliert hat – Geduld beweisen. Je mehr Impfstoff in den nächsten Wochen und Monaten zur Verfügung steht, desto mehr Termine können vergeben werden. Im Februar oder März sollen dann auch die Impfzentren in Lensahn und Bad Schwartau öffnen – das ist ebenfalls abhängig von der Menge an Impfstoff, die den Kreisen zugewiesen wird.
    Sie können davon ausgehen, dass auch am Dienstag, 5. Januar, die Termine schnell vergriffen sind. Also frühzeitig anrufen und immer wieder versuchen, durchzukommen.

    Es grüßt
    Volker Graap
    Redaktion Wochenspiegel

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