Eutin: Ausstellung zum Thema „Heimat“ in der Kreisbibliothek

Der Förderkreises der Kreisbibliothek Eutin hat in der Bücherei sein bisher größtes Projekt vorgestellt: die Wanderausstellung „Heimatkunde.

Wanderausstellung „Heimatkunde. Annäherung an einen Begriff“ in der Kreisbibliothek Eutin

Der Förderkreis der Kreisbibliothek Eutin hat in der Bücherei am Schlossplatz 2 sein bisher größtes Projekt vorgestellt: die Wanderausstellung „Heimatkunde. Annäherungen an einen Begriff“. Sie ist auf Anregung des Künstlers Jan-Olav Hinz und in Zusammenarbeit mit dem Heimatmuseum in Hanerau-Hardemarschen entstanden. Diese beleuchtet das Thema „Heimat“ aus ländlicher und kleinstädtischer Sicht.

Heimat ist für jeden etwas anderes

„Mit der Ausstellung wollen wir eine öffentliche Diskussion über den Begriff Heimat anregen. So wird Menschen, die in anderen sozialen Räumen leben, die Möglichkeit gegeben, vergleichende Eindrücke zu erleben. Es soll deutlich werden, welcher Fähigkeiten es bedarf, sich zu beheimaten und wie unterschiedlich das Heimatempfinden ist“, erläutert die Förderkreis-Vorsitzende Ute Griep. In zwei Arbeitsgruppen in Eutin und an der Geest hat man sich mit dem Begriff auseinandergesetzt, Literatur gewälzt, Menschen interviewt und Ideen entwickelt. „Wir haben geschaut, wie der Begriff in zwei unterschiedlichen sozialen Räumen interpretiert wird. Heimat ist für jeden etwas anderes, jede Generation hat ein anderes Heimatgefühl“, sagt Hinz.

Ausstellung mit Mitmachstationen

Anschaulicht wird das Thema zum Beispiel durch vielfältige Zitate von Schriftstellern. Heiko Godow erinnert sich an seine Kindheit auf der Fasanseninsel, Eutins Geburtsstätte. Und Anwohner berichten über das Leben in der Peterstraße. Außerdem gibt es drei Mitmachstationen: Auf einem Stadtplan sind die Eutiner Treffpunkte verzeichnet, an denen man etwas erlebt hat, an denen man sich beheimatet gefühlt hat – vom Seepark bis zum Binchen-Kino.

Der Bund hat das Projekt mit rund 27500 Euro gefördert. Das Begleitprogramm mit Führungen und Vorträgen wurde allerdings Corona-bedingt abgesagt. Die Ausstellung ist noch bis zum 15. Januar zu sehen. Geöffnet ist dienstags bis sonnabends von 9.30 bis 13 Uhr sowie zusätzlich dienstags und freitags von 14 bis 18 Uhr und donnerstags von 14 bis 19 Uhr. Virtuell soll die Schau auf www.eutin-kb.de erlebbar gemacht werden.

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