Corona: Zusätzliche Busse für die Schüler der Lübecker Innenstadt

Schulen Schüler Busse Lübeck

Der Bustransport der Schüler zu den Schulen in der Innenstadt kann entzerrt werden. Darauf haben sich die Hansestadt, der Stadtverkehr und die Schulen nun geeinigt. Dafür ändern einige Schulen ihre Anfangszeiten, mehr Busse werden eingesetzt.

Schulen der Innenstadt verschieben den Unterrichtsstart

Das Johanneum hat es vorgemacht: Im Gymnasium in der Königstraße beginnt der Unterricht bereits später. Nun ziehen auch die Oberschule zum Dom und das Katharineum nach. In der OzD beginnt der Unterricht nun generell zur zweiten Stunde, im Katharineum um 8.30 Uhr. Die Schulkonferenz muss das noch abnicken, Start könnte laut der Stadtverwaltung am 7. Dezember sein.

Stadtverkehr Lübeck setzt mehr Busse ein

Der Stadtverkehr setzt außerdem mehr Busse ein. Das Busunternehmen Berg vermietet der Stadt dafür drei Busse, die zwischen 7 und 8 Uhr und zwischen 13 und 17 Uhr unterwegs sein. Die Hansestadt sieht im Bereich der Innenstadtschulen ein Problem, weil die Schulbusse dort zu voll sind und Corona-Abstandsregeln deshalb nicht eingehalten werden können. „Dank der Bereitschaft aller Beteiligten gelingt es damit, gemeinsam den Schülerverkehr für die Innenstadt zu entzerren“, betont Senator Ludger Hinsen. Die Anpassung würde den Eltern aber mehr Flexibilität abverlangen, so Hinsen.

Zusätzliche Busse kosten 1000 Euro pro Tag

Die drei zusätzlichen Busse sind zunächst bis Ende November gebucht. Eigentlich befördern die Busse die Schüler zum Schwimmunterricht.  Da die Schwimmhallen aber gerade geschlossen sind, werden sie zweckentfremdet. Die Kosten für die drei Busse beziffert die Stadtverwaltung auf 1000 Euro pro Einsatztag. Wenn sich die Infektionslage oder die Anordnungen ändern, kann die Einsatzzeit der Busse verlängert werden, sagt die Stadt.

Schulen in den Lübecker Stadtteilen haben keine Probleme

Schwierigkeiten bei der Entzerrung haben offenbar die Berufsschulen in der Innenstadt. Sie hätten mitgeteilt, dass ein geänderter Unterrichtsstart nicht möglich sei, da die Schüler aus ganz Schleswig-Holstein kämen, teilt die Hansestadt Lübeck mit. Das Berufsschulzentrum Emil-Possehl-Schule/Friedrich-List-Schule hat ihre Pausenzeiten verändert und eine Entzerrung durch die Stundenpläne erreicht. Außerdem kämen viele Berufsschüler ohnehin mit dem eigenen Pkw. Die Schulen in den Stadtteilen sehen nach Angaben der Stadtverwaltung keinen Handlungsbedarf, da viele Schüler zu Fuß oder mit dem Rad zu Schule kommen. Oliver Pries

Foto: Schulen wie die Oberschule zum Dom haben den Unterrichtsbeginn verschoben. Foto: hfr

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.