1000 Impfungen pro Tag: MuK wird Impfzentrum für die Hansestadt Lübeck

Impfzentrum Lübeck MuK

Das Corona-Impfzentrum für Lübeck soll in der Musik- und Kongresshalle (MuK) entstehen. Bis zu 1000 Impfungen sollen hier täglich durchgeführt werden. Schon Ende November soll es einsetzbar sein.

Entscheidung für die MuK

Für die Musik- und Kongresshalle sprechen viele Punkte. Im Moment ist die Halle kaum im Einsatz. Sie liegt zentral, ist von vielen Parkplätzen umgeben, die Räume sind barrierefrei. Die Nutzung entspricht den Rahmenvorgaben des Ministeriums für Gesundheit. Ausgesucht hat die Location letzten Endes die Feuerwehr.

Acht Objekte waren als Impfzentrum im Gespräch

Die Feuerwehr war beauftragt worden, einen geeigneten Standort für das Impfzentrum Lübeck zu finden. Wichtig waren die Größe der Räume, der Zustand, die Infrastruktur sowie die Möglichkeit, die Besucherströme zu entzerren. Acht Objekte hat die Feuerwehr begutachtet, dann kamen drei in die engere Wahl: Das Gesundheitsforum des UKSH im Citti-Park (Buntekuh), ein Gebäude der Sana-Kliniken (St. Jürgen) und die MuK.

1000 Impfungen am Tag

Die Räume sollen jetzt so vorbereitet werden, dass sie ab Ende November einsatzbereit sind, sagt die Stadtverwaltung. 1000 Impfungen am Tag will man hier stemmen. Feuerwehr und MuK seien dazu im Dialog mit verschiedenen Dienstleistern, heißt es.

Monate, bis alle geimpft sind

„Der Aufbau eines Impfzentrums ist für alle Beteiligten eine logistische Herausforderung. Während die Hansestadt Lübeck die räumlichen Rahmenbedingungen schafft, organisiert das Land Schleswig-Holstein zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung das Personal. Stadt und Land arbeiten hier Hand in Hand, um die Impfung der Bevölkerung möglich zu machen. Trotzdem wird es Monate dauern, bis alle Menschen geimpft werden können, die dies möchten. Deshalb wird es auch weiterhin notwendig sein, dass sich alle an die Hygieneregeln halten: Abstand halten, Hände waschen, Alltagsmaske tragen. Nur durch die konsequente Umsetzung aller Maßnahmen wird es uns gelingen, das Virus endgültig einzudämmen“, so Bürgermeister Jan Lindenau.

28 Impfzentren in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sollen insgesamt 28 Impfzentren entstehen. Die Kosten für die Impfzentren übernimmt das Land. Nach Angaben des Landes sind Materialien wie Spritzen, Kanülen und Kühlaggregate bereits geliefert und damit verfügbar. Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) sucht derzeit medizinisches Personal für die Impfungen. Angesprochen sind zum Beispiel pensionierte Ärzte oder Ärztinnen in Elternzeit, aber auch Ärzte, die derzeit in anderen Berufszweigen tätig sind. In den kommenden Tagen soll es auf der Internetseite der KVSH ein Kontaktformular dazu geben.

Wer wird geimpft?

Die Impfungen werden freiwillig sein. Da der Impfstoff gerade zu Beginn der Impfzeit knapp sein wird, wird die ständige Impfkommission (StiKo) empfehlen, wer bei den Impfungen vorrangig behandelt wird. Eine Regelung dazu wird dann vom Bundesgesundheitsministerium kommen. Für die Impfungen gibt es dann Termine sowie Impfberechtigungen. Zum genauen Ablauf der Anmeldung gibt es noch keine Angaben. Oliver Pries / PM

Foto: Dr. Alexander Mischnik, Leiter Gesundheitsamt Lübeck, Oberstleutnant Oliver Witt, Leiter Kreisverbindungskommando Hansestadt Lübeck, Ilona Jarabek, Geschäftsführerin Musik- und Kongresshalle Lübeck, Jan Lindenau, Bürgermeister Hansestadt Lübeck, Simon Bornmann, Leiter Rettungsdienst Feuerwehr Lübeck (Planung und Umsetzung des Impfzentrums), Thomas Köstler, stellv. Leiter Berufsfeuerwehr Lübeck. Foto: Hansestadt Lübeck

5 Antworten auf &‌#8222;1000 Impfungen pro Tag: MuK wird Impfzentrum für die Hansestadt Lübeck&‌#8220;

  1. Gerhard Heinzr sagt:

    Eigentlich zentral gelegen und gut erreichbar für die mobile Bevölkerung.Wie aber kommen die älteren und nicht mehr so mobilen Menschen zur Muk. Wird da ein Busverkehr für diese Leute eingerichtet.

  2. Oliver Pries sagt:

    Hallo Herr Heinze,

    die genauen Modalitäten stehen noch nicht fest. Die MuK ist aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. Für Menschen, die nicht in der Lage sind, ihr Zuhause zu verlassen, will das Land Schleswig-Holstein mobile Impfteams einsetzen.

    Viele Grüße!

    die Redaktion

  3. Leichle sagt:

    Ich ( w 85 ) habe aufgegeben einen Termin zur Impfung zu bekommen.
    Leider vergebliche Mühe und Nervzerrende Angst vergesssen zu werden.
    Ich warte jetzt bis ich von meinem Hausarzt geimpft werden kann, vielleicht erst nächstes Jahr oder übernächstes, wenn mich Corona nicht vorher unter die Erde bringt.
    Wie gut das ich in Deutschland lebe und alles gegeben habe.
    Danke

  4. Oliver Pries sagt:

    Guten Morgen!

    Wir können gut verstehen, wie nervenaufreibend die Situation gerade ist. Das Land Schleswig-Holstein hat die Vergabe von Impfterminen aber geändert. Ab sofort erhalten Menschen über 80 Jahren Briefe, mit denen sie leichter einen Impftermin bekommen. Schauen Sie doch einmal hier: https://www.wochenspiegel-online.de/index.php/2021/01/14/briefe-fuer-senioren-schleswig-holstein-aendert-verfahren-bei-impftermin-vergabe/

    Viele Grüße – und bleiben Sie gesund!

    die Redaktion

  5. Rudolf Gerresheim sagt:

    Ich verstehe nicht wie man auf 1000’Impfungen pro Tag kommen will. Unabhängig von einer Verfügbarkeit des Impfmittels werden die Erstimpfungen von 13.00’bis 18.00’Uhr durchgeführt und zwar in
    5 minütigen Abständen. Das ergibt maximal 360’Personen pro Tag. Die Vormittagsstunden sind wohl für die Zweitimpfung reserviert die nach ca ,28 Tagen beginnt. Je nachdem ob man auch am Wochenende – durchgehend impft können also pro Woche 1800’oder maximal 2520 Personen geimpft werden. Bei vielleicht 150000 Impfwilligen in Lübeck kann man sich leicht ausrechnen, dass viele.erst weit in 2022 mit der Erstimpfung durch sind. Irgendwie unverständlich…
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