Kücknitz: Ärger über maroden Gehweg im Roten Hahn

Der marode Zustand und die schlechte Beleuchtung des Gehweges behindern offenbar Fußgänger Kücknitz. Zuständig ist der Grundstückseigentümer.

Maroder Gehweg in Kücknitz führte offenbar schon zu zahlreichen Stürzen

Sie leben schon über 50 Jahre im Roten Hahn und haben schon immer diesen Gehweg genutzt. Doch mittlerweile ist die Nutzung gefährlich geworden und vor allem für ältere Menschen mit Rollator eine Zumutung, finden Cornelia Edler (61) und ihre Freundin Marina Rückert (59). Beide sind auf einen Rollator angewiesen. Doch die vielen, teils großen Schlaglöcher erschweren beiden den täglichen Weg zum Einkauf oder zur Bushaltestelle.

Vor rund vier Wochen habe sie beim Amt für Stadtgrün und Verkehr angerufen, erzählt Cornelia Edler. „Die haben gesagt, dass sie sich kümmern, aber passiert ist nichts.“ Erschwerend kommt hinzu, dass der Weg nicht beleuchtet ist. So sind die Schlaglöcher und Baumwurzeln nicht erkennbar. Jetzt im Herbst liegt auch viel Laub auf dem Weg, das niemand beseitigt, so die beiden älteren Damen.

Das Problem mit dem Verbindungsweg betrifft viele Anwohner

Der Weg wird von vielen Anwohnern der umliegenden Mietshäuser genutzt, berichten beide. Mütter mit ihren Kindern, mit Kinderwagen, aber auch viele älter Menschen nutzen den Weg gern, um abseits der Straßen zur Bushaltestelle, zum Einkaufen im Supermarkt oder aber zur Schule Roter Hahn zu kommen. „Immer wieder haben wir Stürze sehen können“, so Cornelia Edler.

Der Weg ist teils mit Asphalt versehen, der an etlichen Stellen große Löcher und auch Verwerfungen von Baumwurzeln aufweist. Ein anderer Teil ist früher mal mit sehr grobem Schotter und Steinen befestigt worden. Dieser Untergrund ist gerade für Rollatoren ungeeignet. Schließlich verläuft dieser Teil irgendwann ins Gebüsch, stattdessen hat sich ein unbefestigter Trampelpfad gebildet, der bei feuchtem Wetter sehr matschig und rutschig ist. „Hier muss dringend etwas passieren“, sind sich die Freundinnen einig.

Verantwortung für den Zustand liegt beim Grundstückseigentümer

Auf Nachfrage bei der Hansestadt Lübeck ergab sich, dass dieser Weg gar kein öffentlicher Weg und damit die Stadt nicht zuständig ist. „Dieser Weg führt als „innere Erschließung“ zwischen den Wohnblöcken hindurch“, erläutert Stadtsprecherin Nicole Dorel. „Damit liegt die Zuständigkeit klar beim Grundstückseigentümer.“ So bleibt den betroffenen Anwohnern offenbar nur die Möglichkeit, sich an ihre Vermieter zu wenden, denen die Grundstücke ihrer Mietobjekte gehören und für die Sicherheit auf dem Weg verantwortlich zeichnen.

Kommen mit ihren Rollatoren nur schlecht vorwärts auf diesem mit Schlaglöchern und anderen Unebenheiten gespickten Gehweg: Cornelia Edler (61,l.) und Marina Rückert (59) haben schon beim Bereich Stadtgrün und Verkehr Alarm geschlagen. Passiert ist bislang nichts. Foto: Anja Hötzsch

Kommentar hinterlassen zu "Kücknitz: Ärger über maroden Gehweg im Roten Hahn"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*