Projekt „Klippo“: Wo Eutiner Kinder jederzeit Hilfe finden

Beim Fangenspielen gibt es einen Ort, an dem niemand angetickt werden darf. Dieser sichere Ort heißt „Klippo“ – und das Handzeichen dafür sind zwei gekreuzte Finger. Der Kinderschutzbund Neumünster hat Symbol und Titel für sein Kinderschutzpunkt-Projekt entliehen. Die Kolleginnen des Eutiner Ortsverbandes hat die Aktion so begeistert, dass sie sozusagen die Lizenz dafür eingekauft und das Projekt in der Rosenstadt aufgezogen haben. Am Donnerstag fiel der Startschuss.

19 Schutzpunkte über die ganze Stadt verteilt

Seit dem vergangenen Herbst haben Heidi Feilke, Vorsitzende des Eutiner Kinderschutzbundes, und ihre Vorstandsmitstreiterinnen Britta Marutz und Munja Dethlefsen an dem Konzept für Eutin gearbeitet: In kritischen Situationen in der Öffentlichkeit fehlt es Kindern und Jugendlichen oft an sozialen Strukturen, die ihnen Sicherheit geben könnten. Mit den „Klippo“- Partnern soll sich das jetzt ändern: Überall, wo ein Aufkleber mit dem unverwechselbaren „Klippo“-Logo an der Tür oder am Schaufenster prangt, finden die Kids Zuflucht und Unterstützung. Dazu haben sich vor Ort bereits 19 Projektpartner verpflichtet – vom Fachgeschäft über die Arztpraxis und die Tourist-Info bis zur Eutiner Tafel.

Weitere Kooperationspartner werden gesucht

Geschäftsleute und Institutionen erklären sich bereit, Kids zu unterstützen, wenn sie Hilfe brauchen. Oft sind es kleine Nöte, die Kinder belasten – ein verlorener Schlüssel oder der verpasste Bus. Aber auch wenn sie sich verletzt haben, von Gewalt bedroht sind oder belästigt werden – die „Klippo“-Partner bieten Schutz und informieren im Zweifel auch Polizei oder Jugendamt. „Wir hoffen, weitere Partner zu finden. Wir brauchen noch Anlaufpunkte in der Königstraße, im Industriegebiet Charlottenviertel oder auch in Neudorf und Fissau“, sagt Heidi Feilke. Einen detaillierten Handlungsleitfaden für die Mitarbeiter hat der Kinderschutzbund zusammengestellt. Dort sind weiterführende Infos zu finden, damit niemand überfordert wird.

Auch um Spenden für das Projekt bitten die Verantwortlichen

Mit Postkarten, die an öffentlichen Stellen ausgelegt werden, will man Kinder und Eltern auf „Klippo“ aufmerksam machen. Außerdem bittet der Kinderschutzbund um Spenden, um die Grundkosten für das Projekt finanzieren zu können. Alle Infos und ein Standortverzeichnis finden Interessierte auch online auf www.klippo-eutin.de.

 

Die Kinderschutzbund-Vorstandsmitglieder Britta Marutz, Heidi Feilke und Munja Dethlefsen (von links) gaben vor der Buchhandlung Hoffmann den Startschuss. (Foto: Graap)

 

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