Ausstellung in der Kreisbibliothek Eutin hinterfragt Heimat-Begriff

Ein echtes Großprojekt hat der Förderkreis der Kreisbibliothek Eutin angepackt: Unter dem Titel „Heimatkunde. Annäherungen an einen Begriff“ ist in den vergangenen Jahren eine Wanderausstellung entstanden. Sie dokumentiert, wie sich Menschen an einem Ort „beheimaten“.

Keine Eröffnungsfeier, aber Besichtigung der Schau ist möglich

Die geplante Eröffnungsfeier musste der Verein jetzt aber Corona-bedingt absagen. „Das ist natürlich bitter für uns, weil wir mit diesem Projekt nun fast drei Jahre beschäftigt sind. Die Ausstellung selbst kann aber immerhin ab dem 19. November unter den Hygienevorschriften, die in der Kreisbibliothek gelten, besichtigt werden“, kündigt die Förderkreis-Vorsitzende Ute Griep an. Die Ausstellungsdauer wurde bis zum 15. Januar verlängert.

Förderkreis arbeitet an Digitalisierung der Ausstellung

Ute Griep erläutert: „Gegenwärtig arbeiten wir mit Hochdruck an einer Digitalisierung der Ausstellung, die im Netz in einem virtuellen Rundgang zu sehen sein soll. Dazu haben wir ganz aktuell die Webseite des Förderkreises neu aufgelegt und völlig umgestaltet, sodass wir hier dann auch die digitale Fassung einfügen können. Leider bietet die Homepage der Kreisbibliothek selbst beschränkte Möglichkeiten. Schon lange haben wir bedauert, dass alle Veranstaltungen dort nur in sehr begrenzten Texten und ohne Illustrationen beworben werden können. Das haben wir für uns jetzt abgestellt.“

Homepage wurde grundlegend überarbeitet

Auf der Seite des Förderkreises können nicht nur alle Infos zum Verein eingesehen werden, umfangreich beschrieben und bebildert wird dort auch über vergangene und gegenwärtige Projekte berichtet. „Natürlich können auch Nachrichten an den Vorstand versendet und ein Beitrittsformular heruntergeladen werden. Wir freuen uns über jede Unterstützung – egal, ob in finanzieller oder tatkräftiger Form“, so Ute Griep. Auf der Website www.eutin-kb.de findet man schon jetzt die Termine von Vorträgen, Lesungen und Führungen, die im Dezember für die Heimatkunde-Ausstellung geplant sind. „Wir hoffen, dass die Corona-Vorschriften dann so weit gelockert werden, dass wir die Veranstaltungen mit begrenzter Personenzahl und entsprechenden Hygieneregeln durchführen können“, teilt Ute Griep mit.

Das sind die im Dezember geplanten Veranstaltungen

Donnerstag, 3. Dezember, 15.30 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit Esther Dörrhöfer; Donnerstag, 3. Dezember, 19.30 Uhr: „Heimat is(s)t“, Vortrag von Jutta Kürtz; Donnerstag, 10. Dezember, 15.30 Uhr: Führung mit Esther Dörrhöfer; Mittwoch, 16. Dezember, 15 Uhr: „Min Holstenland“, plattdeutsche Lesung mit Musik; Angelika Wallbrecht liest amüsante, skurrile und nachdenkliche Heimatgeschichten, Bärbel Bierend und Simone Pooch präsentieren Lieder op Platt; Donnerstag, 17. Dezember, 15 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit Esther Dörrhöfer. Details und Anmeldungen auf www.eutin-kb.de.

 

Die Vorbereitung hat Monate gedauert: Ute Griep (links) und Claudia Mohns vom Förderkreis-Vorstand besprechen sich mit dem beauftragten Künstler Jan-Olav Hinz. (Foto: hfr)

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