CDU: Klaus Puschaddel soll Stadtpräsident in Lübeck werden

Puschaddel Stadtpräsident CDU Lübeck

Die Lübecker CDU hat Klaus Puschaddel darum gebeten, neuer Stadtpräsident in Lübeck zu werden. Das teilte die Fraktion in einer Pressemitteilung mit. Puschaddel könnte Nachfolger von Gabriele Schopenhauer werden, die von dem Amt zurückgetreten ist.

Puschaddel will für die Wahl zum Stadtpräsidenten antreten

Einstimmig hätte die Fraktion Puschaddel gebeten, das Amt des Stadtpräsidenten zu übernehmen, heißt es in einer Pressemitteilung. Nach Angaben der CDU will Puschaddel dem Wunsch Folge leisten. Dafür muss der Politiker aber zunächst von seinem Amt als stellvertretender Stadtpräsident zurücktreten. Das hat formaljuristische Gründe: Nur die stärkste Bürgerschaftsfraktion hat nämlich ein Vorschlagsrecht für den Stadtpräsidenten. Da CDU und SPD in der Stadtvertretung gleich auf liegen, wäre die CDU mit dem stellvertretenden Stadtpräsidenten im Vorteil.

Höchstes Ehrenamt in Lübeck

„Das wird die Akzeptanz des höchsten Ehrenamtes in Lübeck sowohl in der Bürgerschaft als auch bei den Lübeckerinnen und Lübeckern fördern
und stärken. Mit Klaus Puschaddel haben wir einen Kandidaten, der über Parteigrenzen hinaus geschätzt wird und bekannt für seine hervorragende Sitzungsleitung ist“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Oliver Prieur. „Darüber hinaus verfügt er über 30 Jahre Erfahrung in der Bürgerschaft und hat daher ein enormes Wissen über Abläufe und Aufgabenwahrnehmung. Klaus Puschaddel ist durch eine Vielzahl von bisherigen langjährigen Ehrenämtern gut vernetzt in der Lübecker Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.“

Auch Unabhängige und FDP für Puschaddel

Für Puschaddel hatte sich gestern bereits die Fraktion der Unabhängigen ausgesprochen. Auch die FDP ist für den CDU-Mann: „Die Herausforderungen dieser Tage verlangen nach Führungserfahrung sowie Sach- und Fachverstand, den Herr Puschaddel in den vergangenen Jahren immer wieder unter Beweis gestellt hat. Wir sind überzeugt davon, dass er die Hansestadt Lübeck würdig repräsentieren wird“, so Thomas Rathcke, der Fraktionsvorsitzende der FDP.

SPD schickt Frau ins Rennen

Die SPD hatte als Nachfolgerin von Gabriele Schopenhauer die Travemünderin Sabine Haltern ins Spiel gebracht. Bei ihrem Rücktritt hatte sich Schopenhauer ausdrücklich gewünscht, dass ihr eine Frau nachfolgt. Oliver Pries

Foto: Ulf-Kersten Neelsen

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