Warnsdorfer Schülerin: Plakat gegen Komasaufen

Plakatwettbewerb Komasaufen Schülerin Alkohol

„bunt statt blau“ – unter diesem Motto schufen in diesem Jahr bundesweit mehr als 6100 Schüler Kunstwerke gegen das sogenannte Komasaufen. Das beste Plakat aus Schleswig-Holstein kommt von der 17-jährigen Lara Killmann aus Warnsdorf bei Travemünde. Jetzt wurden in Kiel die landesweiten Preise beim Wettbewerb der Krankenkasse DAK-Gesundheit verliehen.

Gesundheitsthemen sollten in den Schulalltag einfließen

„Ich gratuliere der Gewinnerin und allen, die daran teilgenommen haben! Der Wettbewerb trägt auf eindrucksvolle Weise dazu bei, Jugendliche für einen verantwortungsvollen Umgang mit ihrer Gesundheit und mit Alkohol zu sensibilisieren. Sehr gerne unterstütze ich deshalb die DAK-Präventionskampagne ,bunt statt blau‘, die auf eine elfjährige Erfolgsgeschichte zurückblickt“, so Landesgesundheitsminister Heiner Garg als Schirmherr der Aktion. „Es ist gut, wenn solche wichtigen Gesundheitsthemen in den Schulalltag einfließen“, betonte Cord-Eric Lubinski, Leiter der DAK-Landesvertretung Schleswig-Holstein. „Im Kampf gegen das Komasaufen sind Jugendliche ganz wichtige Botschafter. Wenn Schüler selbst auf die Risiken des Rauschtrinkens hinweisen und Auswege aufzeigen, dann ist das wirkungsvolle Prävention.“

„Ich möchte andere ermutigen, dem Gruppenzwang zu widerstehen“

Das erfolgreiche Plakat von Lara Killmann zeigt eine Frau, die auf einem bunten Pfad vor überdimensionalen Flaschen und Gläsern flieht. „Mit meinem Plakat möchte ich andere ermutigen, ihren eigenen Weg zu gehen und dem Gruppenzwang Alkohol trinken zu widerstehen – um zu entdecken, dass die Welt ohne Alkohol viel bunter und fröhlicher ist“, so ihre Botschaft. Der Sonderpreis für Jüngere geht an die erst 14-jährige Pauline Staude aus Lübeck.

Aufklärung über Risiken des Rauschtrinkens ist wichtig

Nach aktuellen Zahlen der statistischen Landesämter landeten 2018 erneut 20?469 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. In Schleswig-Holstein waren es 686. Experten fordern daher eine weitere Aufklärung über die Risiken des Rauschtrinkens, auch im Schulunterricht. Nach einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung erklärt die Mehrheit der beim Wettbewerb engagierten Schulkinder, sie hätten durch „bunt statt blau“ etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Nach Einschätzung der befragten Jungen und Mädchen trägt die Kampagne auch dazu bei, dass Gleichaltrige vernünftiger mit Alkohol umgehen.

Seit Jahren eine beispielhafte Präventionskampagne

Deshalb laden DAK und Gesundheitsministerium regelmäßig zum Plakatwettbewerb ein. Mit inzwischen weit über 100?000 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen gilt sie laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne. Informationen zum Wettbewerb gibt es im Internet auf www.dak.de/buntstattblau.

 

(Foto: DAK-Gesundheit/Wigger)

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