Nordische Filmtage finden nur digital statt

Aufgrund der neuen Corona-Richtlinien wird es keine Vorstellungen in den Kinos geben. 140 Filme können aber gestreamt werden

Aufgrund der hohen und weiter ansteigenden Zahl von Neuinfektionen mit dem COVID-19-Virus in der Hansestadt Lübeck und der Verfügung des Bundes und der Länder können die 62. Nordischen Filmtage nicht wie geplant hybrid durchgeführt werden. Lange war vorgesehen, das diesjährige Filmfestival real in den Kinosälen und Sonderspielstätten vor Ort zu veranstalten und zusätzlich Filme auch online per Stream anzubieten.

„Wir sind gut vorbereitet und gut aufgestellt“

„Angesichts der dramatischen Entwicklungen ist diese Entscheidung alternativlos“, so die Geschäftsführerin der Nordischen Filmtage Lübeck, Susanne Kasimir, „doch wir sind vorbereitet und gut aufgestellt, werden zusätzlich für etwas „Festival-Feeling“ sorgen und Impressionen, Wissenswertes rund um die Filme und Hintergrundinformationen in Interviews digital einfangen und online senden.“ Linde Fröhlich, Künstlerische Leitung der Nordischen Filmtage Lübeck führt fort: „Wir haben uns sehr gewünscht, dass wir unser Programm mit insgesamt 160 wunderbaren Filmen hier vor Ort auf großer Leinwand hätten präsentieren können. Aber wir waren uns auch stets bewusst, dass die Entwicklung der Pandemie unvorhersehbar ist, und haben zweigleisig geplant. Dass die Nordischen Filmtage jetzt nicht in den Lübecker Kinos und Spielstätten stattfinden können, bedauern wir sehr. Aber dass über 85 Prozent des Programms deutschlandweit gestreamt werden können, macht uns sehr glücklich. Wir hoffen, dass die Fans des nordischen Kinos viele schöne Stunden mit den Filmen verbringen, dass sie Entdeckungen machen und sich inspirieren lassen, und wir hoffen auch, dass viele neue Fans hinzukommen!“

Rein virtuelles Festival vom 4. bis 8. November

Infolgedessen wird es die 62. Nordischen Filmtage vom 4. bis 8. November als rein virtuelles Festival geben. Über 140 Filme des diesjährigen Programms, das 160 Filme umfasst, können über die Seite des Streamingpartners Culturebase.org online gestreamt werden. Erstmalig stehen die Filme des Filmfestivals deutschlandweit einem großen Publikum zur Verfügung. Dieses neue virtuelle Festival Format wird online auf der Filmtage Homepage www.nordische-filmtage.de auf einer extra Seite begleitet mit Videobeiträgen, die einen Blick auf die Arbeit der Filmschaffenden werfen, hier werden Filme vorgestellt sowie Interviews erscheinen. Auch auf den Social Media Kanälen Facebook, Twitter, Instagram/@nordicfilmdays und dem Youtube Kanal sind neue Inhalte eingebunden und werden laufend ergänzt.

Vorverkauf der Tickets beginnt am 1. November

Der Vorverkauf für die Streamingtickets beginnt wie geplant am Sonntag, 1. November, um 13 Uhr über die Streamingplattform nordische-filmtage.culturebase.org (Freischaltung der Seite ab 1.11.2020). Dort können sich Interessierte ab diesem Zeitpunkt ein Konto mit ihrer Emailadresse und einem Passwort einrichten. Zum Preis von 7 Euro (regulär) oder 9 Euro (Solidaritätspreis inkl. 2 Euro Spende) pro Film können alle für den Stream verfügbaren Filme aus dem Programm „ausgeliehen“ werden. Diese haben in der Programmansicht auf der Festival Homepage einen entsprechenden Eintrag. Ab Mittwoch, 4. November, dem Tag des Festivalbeginns, werden alle Filme aus dem Streamingangebot freigeschaltet und können dann innerhalb des Festivalzeitraums gestartet werden. Sobald bei einem Film der „Play/Start“-Button betätigt wurde, kann dieser innerhalb von 24 Stunden angesehen werden. Alle weiteren Informationen gibt es auf auf www.nordische-filmtage.de.

In dem Spielfilm „Unser Mann in Amerika“ ist der Schauspieler Ulrich Thomsen zu sehen . Foto: NRK

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