Zum Kreisjubiläum erscheint ein Buch zur Regionalgeschichte Ostholsteins

Ein Vortrag – und das war‘s? Von wegen! Aus der Vortagsreihe „Besonderes (aus) Ostholstein“, die die Eutiner Landesbibliothek anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Kreis Ostholstein“ in den vergangenen Monaten organisiert hatte, ist jetzt ein Buch geworden. Insgesamt beinhaltet das Druckwerk zehn Aufsätze ebenso vieler Autoren, die den historischen Bogen von den Slawen bis ins 20. Jahrhundert spannen.

Kooperation von Eutiner Landesbibilothek und Universität Kiel

Dr. Anke Scharrenberg, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Landesbibliothek in puncto Regionalgeschichte, hat gemeinsam mit der Abteilung für Regionalgeschichte an der Christian-Albrecht Universität zu Kiel einen Themenkatalog erstellt, der Besonderheiten Ostholsteins umfasst. „Es geht darum, Ostholstein besser zu verstehen, indem wichtige Themen in seiner historischen Entwicklung beleuchtet werden“, erläutert die Initiatorin des Buches. Sowohl der Tourismus als auch die Landwirtschaftsgeschichte werden in ihrer Entwicklung betrachtet. Angefangen bei den Slawen wird auch ein Blick auf die Bevölkerung geworfen, die nach dem Zweiten Weltkrieg den stärksten Flüchtlingszustrom aus dem Osten deutschlandweit erfuhr. Die Literatur- und Kulturgeschichte ist ebenso vertreten wie Politik und Sport.

Beitrag über die Anfänge des Tourismus in Ostholstein

Anke Scharrenberg selbst hat einen genaueren Blick auf Eutin und seine Fürstbischöfe geworfen. Ihre Kollegen aus der Landesbibliothek haben sich ganz anderen Themen gewidmet: Axel E. Walter, Experte für historische Reiseliteratur, beleuchtet unter dem Titel „Literatur in Ostholstein“ sechs Highlights aus neun Jahrhunderten. Und Bibliotheksleiter Frank Baudach schreibt über „Die Anfänge des Tourismus in Ostholstein“. Der Fremdenverkehr in der Holsteinischen Schweiz und den ostholsteinischen Seebädern war eng mit der verkehrstechnischen Erschließung der Region im 19. und dem Wandel der Naturwahrnehmung seit dem 18. Jahrhundert verbunden.

Von der Nazi-Zeit in Eutin bis zum Fußballmythos „Geist von Malente“

Schlaglichter des Nationalsozialismus am Beispiel der Stadt Eutin hat Tomke Jordan von Historischen Seminar der Universität Kiel in ihren Beitrag festgehalten – eine sehr unheilvolle Zeit. Ihre Kollegin Laura Potzuweit hingegen beschäftigt sich mit Werden und Rezeption eines Fußballmythos und berichtet über den viel zitierten „(Zeit-)Geist von Malente“. Das vom Husum-Verlag veröffentlichte Buch hat über 200 Seiten, zahlreiche Abbildungen, kostet 24,95 Euro und ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert