Zu gefährlich: Kesdorfer fordern Radweg an der Kreisstraße 55

Wer etwas bewirken will, muss selbst in der Corona-Zeit aktiv bleiben. Der Dorfgemeinschaft von Kesdorf ist der fehlende Radweg an der Kreisstraße 55 ein Dorn im Auge. Die Einwohner starten jetzt eine Unterschriftensammlung zur Vorbereitung eines Bürgerbegehrens. Das Thema lautet: „Mit dem Fahrrad sicher ans Ziel: Ausbau eines Radweges an der Kreisstraße 55 von Pönitz bis zur Anschlussstelle Gothendorf“.

Anliegen soll auch priorisiertes Thema beim Kreis werden

Denn in diesem Abschnitt existiert bisher kein Radweg, sodass einheimische Radwanderer und Touristen auf Umwege ausweichen müssen, um sicher nach Eutin oder Richtung Ostsee zu gelangen. „Wir wünschen uns als betroffene Dorfgemeinschaften, dass diese Problematik mehr in den Fokus der Gemeinderatsbesprechungen der Gemeinde Süsel rutscht – und in der Folge als priorisiertes Thema beim Kreis platziert wird,“ so Dorfvorsteherin Katharina Mentz. Das Anliegen wurde als Wunschelement in den Gemeindeentwicklungsplan mit aufgenommen. Es findet dann hoffentlich auf Kreisebene Ende des Jahres weiter den Weg in den Regionalplan. Kürzlich wurden zu dem Problem auch zwei Workshop-Tage der Dorfvorstände in der Gemeinde veranstaltet.

Unterschriftensammlung in mehreren Dorfschaften

An der Unterschriftensammlung nehmen alle anliegenden Dorfgemeinschaften von Pönitz bis Groß Meinsdorf teil. Diese wird dann gemeinschaftlich aus allen Dorfschaften bei der Gemeinde Süsel eingereicht. „Das Thema kann nur weitergetragen werden, wenn der Gemeinderat mit an Bord ist. Kommende Woche treffen wir uns mit Bürgermeister Adrianus Boonekamp“, sagt Mentz. Er finde den Ausbau des Radweges wichtig und gut – gerade auch für den Tourismus.

Radweg bringt Vorteile für Einheimische und auch Touristen

Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Fahrradfahren wird für Pendler, die in Eutin arbeiten, attraktiv gemacht. Auch der Verkehr an die Küste könnte durch den Radweg vermindert werden. „Das Thema ist nicht neu, es hat schon einige Versuche in diese Richtung vor meiner Zeit gegeben, die aber wohl an der Finanzierung gescheitert sind. Die K 55 wird zwar regelmäßig saniert. Wir wünschen uns jedoch nicht nur eine Renovierung, sondern eine Verbreiterung der Straße mit einem Radweg. Ab Gothendorf ist das schon lange passiert, da gibt es bereits einen Radweg, und wir setzen uns nun für das Anschlussstück ein“, betont Katharina Mentz.

Dorfvorstände haben sich bereits positiv geäußert

In einem Schreiben an die Dorfvorstände von Pönitz, Gleschendorf, Ottendorf, Gießelrade, Barkau, Gothendorf und Groß Meinsdorf heißt es wörtlich: „Klimaschutz, Mobilität, Nachhaltigkeit und Verkehrssicherheit sollten in dieser Zeit Priorität haben. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig und schützenswert unser heimatliches Umfeld ist.“ Und die Dorfvorstände und Stellvertreter haben sich bereits positiv zu dem Vorhaben geäußert.

„Fahrradsicherheit für unsere Kinder ist entscheidender Aspekt“

Kesdorf ist eine sehr junge Gemeinde mit vielen schulpflichtigen Kindern, die in Pönitz und Eutin zur Schule gehen, auch zur Berufsschule in Eutin pendeln einige junge Einwohner. „Die Fahrradsicherheit für unsere Kinder und Jugendlichen ist ein entscheidender Aspekt unserer Aktion. Wir sind eine vitale Gemeinschaft und möchten gemeinsam etwas erreichen,“ sagt Katharina Menz. HOL

 

Viele Einwohner aus Kesdorf sammeln Unterschriften für den Bau eines Radweges an der Kreisstraße 55. (Foto: Holmok)

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