Travemünde: 254 Mietwohnungen sollen auf dem Baggersand entsehen

Erster Rammstoß auf dem Baggersand

Ein Bauprojekt beginnt gemeinhin mit einem symbolischen Akt. Auf dem ehemaligen Großparkplatz Baggersand war das am Donnerstag mal kein „erster Spatenstich“, sondern ein „symbolischer Rammstoß“, zu dem sich Bürgermeister Jan Lindenau, Bausenatorin Joanna Hagen, Bauherren und Architekten versammelt hatten.

Beim riesigen Bauprojekt „Wohnen auf dem Baggersand“ bebauen die Lübecker Wohnungsunternehmen Grundstücks-Gesellschaft Trave, Lübecker Bauverein, Neue Lübecker Norddeutsche Baugenossenschaft und Vereinigte Baugenossenschaften Lübeck jeweils eigene Abschnitte auf dem knapp 20?000 Quadratmeter großen Areal. Insgesamt sollen 254 Mietwohnungen entstehen, davon sind 38 Wohneinheiten öffentlich gefördert.

Wohnraum für alle

Geplant sind Wohnungen für Familien, Singles, Paare und Ältere sowie eine Tiefgarage mit etwa 260 Stellplätzen. Die öffentlich geförderten Mieten sollen ab 5,95 Euro pro Quadratmeter betragen, die freifinanzierten ab 11,80 Euro pro Quadratmeter. Die Ausstattung soll laut Mitteilung „überwiegend barrierefrei“ ausfallen, die Außenlangen attraktiv mit „Innenhofcharakter“ und autofreier Zone. Die Energieversorgung übernehmen die Stadtwerke mit eigenem Blockheizkraftwerk.

Offizieller Baustart war am 15. September. Mit dem Bau der Tiefgarage soll im Frühjahr 2021 begonnen werden. Der Hochbau beginnt der Planung nach Ende 2021. Die Fertigstellung des Gesamtprojektes ist für Ende 2023/Anfang 2024 geplant. Das Investitionsvolumen beträgt insgesamt 91 Millionen Euro. Auf der anderen Straßenseite zur Trave hin soll ebenfalls noch in diesem Jahr mit dem Bauen begonnen werden. Im Fischereihafen entstehen Wohn- und Gewerbeeinheiten für den Tourismus.

Bürgermeister Jan Lindenau (Mi.) schaute zum „ersten Rammstoß“ vorbei. Riesige Spundwände werden in die Erde getrieben. Foto: HN

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