Bad Schwartau entscheidet sich für ein neues Laubreinigungkonzept

Laubreinigung soll Pflicht der Anwohner werden

Bad Schwartauer, die auf die Extra-Container für die Laubbeseitigung warten, warten in diesem Herbst vergeblich. Der Grund: Die Stadt hat die Straßen- und Laubreinigung geändert.
Das Laubproblem in mehreren Straßenzügen ist der Stadtverwaltung bekannt. Die Reinigungspflicht liegt dabei sowohl bei den Anliegern als auch der Stadt. Die Anlieger müssen das Laub der Straßenbäume von den Privatgrundstücken, Gehwegen und Seitenstreifen entfernen. Der Stadt obliegt die Reinigungspflicht des Laubes von der Fahrbahn. „Bisher wurde jedoch noch keine optimale Lösung gefunden, welche die Bürger sowie die Stadt zufriedenstellt“, so Bürgermeister Uwe Brinkmann (parteilos). Das soll sich nun ändern. Bürgerpflicht und städtische Pflicht sei es, diese Aufgabe gemeinsam zu bewältigen.

Uwe Brinkmann: „Eigentum verpflichtet“

Die Stadtverwaltung hat sich für ein neues Laubbeseitigungskonzept entschieden. Die Straßenzüge in Bad Schwartau sollen damit auch im Herbst sauber bleiben. Umgesetzt werden soll dies durch einen verstärkten und wiederholten Einsatz der Straßenreinigungsmaschine. Die Anlieger müssen sich ihrerseits nun wieder selbst um die Laubentsorgung kümmern. Denn: „Eigentum verpflichtet“, so der Bürgermeister.

Die Kehrmaschine soll gezielt und zeitnah die Laubmassen von der Fahrbahn aufnehmen und entsorgen, bevor diese festgefahren werden und nach einem Regenschauer zu einer rutschigen Straßenoberfläche führen, erläutert Alexander Schmidt vom zuständigen Bauamt. Um die Straßen vollflächig abfahren zu können, bittet die Verwaltung die Anlieger das Parken im Straßenraum an den jeweiligen Reinigungstagen in den Vormittagsstunden zwischen 6 und 12 Uhr zu unterlassen.

Kehrmaschine soll nun ausschließlich Straßenflächen reinigen

In den vergangenen Jahren wurde festgestellt, dass vereinzelte Anlieger diverser Straßen mit Großbaumbestand (Ringstraße, Hamburger Straße, Berliner Straße, Waldstraße und Nebenstraßen etc.) das Laub der Straßenbäume widerrechtlich von den Privatgrundstücken, Gehwegen und Seitenstreifen in den Rinnstein beziehungsweise auf die Fahrbahn räumen und somit ihre Reinigungspflicht umgehen, so der Bürgermeister. Die Verwaltung weist darauf hin, dass dies eine Behinderung beziehungsweise Gefährdung des öffentlichen Straßenverkehrs sowie einen Verstoß gegen die Straßenreinigungssatzung der Stadt darstelle.

Eventuell rechtliche Folgen beziehungsweise die dadurch entstehenden Schäden und Mehrkosten seien durch die Verursacher zu tragen. Die mit der Kehrmaschine vorgenommene Straßenreinigung diene ausschließlich der Straßenfläche und könne die durch die Anlieger gebildeten Laubhaufen aus technischen Gründen nicht einsammeln.

Stellen das neue Konzept vor: Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann (v. re.), Remondis-Mitarbeiter Michael Bach, Felix Zwick, Disponent Kehrmaschinen bei Remondis), Niederlassungsleiter Martin Slotosz (Vertriebsleiter) und Alexander Schmidt vom Bauamt der Stadt Bad Schwartau. Foto: Elke Spieck

2 Kommentare zu "Bad Schwartau entscheidet sich für ein neues Laubreinigungkonzept"

  1. Angela Stieber | 23. September 2020 um 20:06 |

    Das war ja wieder klar: Kaum ist ein Konzept gefunden, dass Akzeptanz bei den Anwohnern gefunden hat (viele, die vorher verbotenerweise das Laub von den Gehwegen auf die Straße gekehrt haben, haben es nun fachgerecht in den Containern entsorgt), wird es wieder kassiert. Was hier immer komplett vergessen wird: nicht jeder hat ein Auto um Laub zum Recyclinghof zu bringen und die Öffnungszeiten sind auch mit Arbeitszeiten nicht kompatibel (schließt in der Regel um 16 Uhr) … Jetzt sind die Anlieger, die das Laub ordnungsgemäß entsorgen wieder die Dummen, die anderen schippen es auf die Straße, der Wind weht es dann quer durch die Siedlung bis die „Doofen“ es einsammeln. Vielen Dank Herr Dr. Brinkmann !

  2. Angela Stieber | 23. September 2020 um 20:11 |

    Ach so: Die Anwohner sollen an den Reinigungstagen (welche sind das überhaupt?) das Parken an der Straße zwischen 6 und 12 Uhr unterlassen … Es wird aber ja immer ein ganzes Viertel von dem Laubsauger abgefahren, also kann man auch nicht auf die umliegenden Straßen ausweichen … Wer an der Straße parkt (parken muss) hat selten die Alternative auf das eigene Grundstück zu fahren …

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