Lübeck: Wie geht es weiter mit den Karstadt-Häusern?

Das Aus für die Lübecker Karstadt-Häuser ist beschlossene Sache. In der vergangenen Woche hat die Gläubigerversammlung dem Rettungsplan für das Unternehmen zugestimmt. 47 Warenhaus-Filialen werden geschlossen, darunter auch die in Lübeck. Wie geht es nun mit den Immobilien weiter?

„Vielfältige Nutzung“ angestrebt

Das Karstadt-Warenhaus bleibt noch bis Ende Januar 2021 geöffnet, das Sporthaus soll Ende Oktober schließen. Davon betroffen sind rund 180 Angestellte. Sie sollen in eine Transfergesellschaft übergehen, um darüber neue Arbeit zu finden. Jetzt wird überlegt,was aus den großen Immobilien im Herzen der Lübecker City werden kann. Die Grünen fordern, alle Bürger Lübecks an der Entscheidung über die Zukunft der Häuser zu beteiligen. Und die Partei warnt vor „Hinterzimmermauscheleien“. Zuvor hatte Bürgermeister Jan Lindenau in einem Zeitungsbericht seine Ideen für die zukünftige Nutzung der Gebäude dargelegt. „Ziel muss es sein, möglichst eine vielfältige Nutzung mit unterschiedlichen Angeboten und Flächengrößen zu erreichen. Mononutzungen, wie beispielsweise ein Pflegeheim oder abgeschlossene Büronutzungen in der Fußgängerzone wären der falsche Weg zur Belebung der Innenstadt“, erklärte Lindenau auf Wochenspiegel-Nachfrage.

Bürger sollen mitentscheiden

Die Karstadt-Gebäude befänden sich nicht im Eigentum der Hansestadt Lübeck, so Lindenau. Deshalb habe die Stadt grundsätzlich keinen Einfluss auf die Nutzung, sofern sich der Eigentümer an die möglichen Nutzungen gemäß dem Bebauungsplan hält, so der Bürgermeister. Wie die Nutzung künftig aussieht, das möchten die Lübecker Grünen gerne der Lübecker Bevölkerung überlassen: „Die Gebäude von Karstadt und Karstadt Sport gehören zum Herzstück der Lübecker Innenstadt. Wie dieses Herzstück morgen aussehen soll, geht uns alle an. Daher wünschen wir uns eine öffentliche und umfassende Diskussion der gesamten Stadtgesellschaft über die zukünftigen Nutzungsarten dieser zentralen Gebäude“, sagt die wirtschaftspolitische Sprecherin der Partei, Anka Grädner. Oliver Pries

Foto: Ulf-Kersten Neelsen

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13 Antworten auf &‌#8222;Lübeck: Wie geht es weiter mit den Karstadt-Häusern?&‌#8220;

  1. Mcbeth sagt:

    Karstadt scheint gerettet.
    So viele Erinnerungen. Eine Träne, obwohl ich gar nicht mehr bei Lübeck wohne.

  2. Maggi sagt:

    Unbedingt Primark!!! Das wäre super für die Innenstadt

  3. Pascal sagt:

    Kein Primark! Es gibt schon genug Mandys und Kevins die das Stadtbild kaputtmachen

  4. S.Tautorus sagt:

    Ein Spielwarengeschäft wäre toll und ein Outlet Shop und ein Sportgeschäft.

  5. R.J. sagt:

    Schade, dass Karstadt schließen muss. Als alte Lübeckerin, die schon seit Jahrzehnten „im Exil“ lebt, verbinde ich schöne Kindheitserinnerungen mit dem Kaufhaus: die herrliche Deko zur Adventszeit, wenn die Schaufensterfront mit Spielwaren, besonders der Eisenbahn, bestückt war…Als kleines Kind soll ich gesagt haben: „Karstadt ist die Hauptstadt von Lübeck“… Vorbei

  6. Amy schulz sagt:

    Im Hauptgebäude würde ein Primark bestimmt frischen Wind aufbringen sowie ein Outlet Shop im kleinen Gebäude

  7. Rosi Schulz sagt:

    Im Hauptgebäude wäre Primark eine riesige Bereicherung und bei Karstadt Sports ein Coca Cola Fanshop

  8. T. Nürnberger sagt:

    Wir gehen seit 10 Jahren, wenn wir von Hessen nach Schleswig-Holstein in den Urlaub fahren, jedesmal mindestens 2 Mal in Lübeck einkaufen und lassen dort gerne immer eine Menge Geld, in erster Linie bei Karstadt. Die Mitarbeiter dort sind immer sehr freundlich und hilfsbereit.
    Umso schlimmer finden wir es, dass diese Filiale schließen muß. Ohne Karstadt wird uns Lübeck leider nicht mehr so häufig sehen. Schade drum, vor allem für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dort. Aber Hauptsache die Oberen machen sich die Taschen bis zum Schluß noch richtig voll.

  9. I.T. sagt:

    Tolle Ideen, die Shops bringen Geld in die Kassen. Was K.nicht schafft, na dann. Und, dann möglichst bis 24.00Uhr geöffnet?
    Träumt weiter…

    KARSTADT MUSS BLEIBEN.
    UNSONST GIBT ES EINE SEHR GROSSE UNTERSCHRIFTENBETEILIGUNG IM GESCHÄFT

  10. Koop sagt:

    Zum Beispiel einen Coca Cola Fan Shop,den gibt es Weltweit in fast jeder Stadt,nur nicht in Lübeck.Auch viele Jungunternehmer denn Mieten in der Stadt sind teuer.
    Noch einen Supermarkt braucht man da nicht.

  11. Anja sagt:

    Unbedingt Primark bitte

  12. Mandy sagt:

    Ein Primark in Lübeck wäre gut.

  13. G.Schönig sagt:

    Man könnte doch kleine Shops darin bauen, und Jungunternehmern ne Chance geben.Lübeck braucht mal neuen Wind, in verschiedenen Richtungen.Es ist alles schon so alteingesessen.MfG G.Schönig

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