Travemünde: Travepromenade wird für 3,3 Millionen Euro umgestaltet

Erster Spatenstich am Dienstag

Bei recht kräftigem Wind waren am Dienstagmorgen nicht allzu viele Menschen auf der Travepromenade unterwegs. Dafür hatten sich Bürgermeister, Kurdirektor, Tourismusdirektor, Wirtschaftssenator, Planer, Förderlotse und Vertreter der Baufirma auf dem Verbindungsstück zwischen Vorderreihe und Strandpromenade eingefunden, um einen symbolischen „ersten Spatenstich“ zu begehen.

Flaniermeile wird überarbeitet

Nach der Strandpromenade und der erst kürzlich vollendeten Priwallpromenade kommt jetzt das letzte Stück Flaniermeile an die Reihe, das noch nicht überarbeitet worden ist. Bürgermeister Jan Lindenau sprach davon, Travemünde qualitativ nach vorne zu bringen. „In dieser Qualität, in dieser Modernität, gibt es kein zweites Ostseebad. Mehr kann man eigentlich gar nicht wollen touristisch“, sagte er. Und Wirtschaftssenator Sven Schindler ergänzte: „Es gibt in Europa kein Seebad, was innerhalb von elf Jahren drei Promenaden in dieser auch unterschiedlichen Qualität und Attraktivität hergestellt hat. Das ist einzigartig.“

Touristbüro wird neu gebaut

Travemündes Kurdirektor Uwe Kirchhoff erinnerte daran, dass es ja nicht nur die Promenade sei, was nun neu entstehe. „Unter anderem auch das neue Touristbüro“, sagte er. Das befindet sich derzeit noch abgelegen im hinteren Teil des Strandbahnhofes. „Uns war wichtig, am Promenadenrundlauf zu sein, also am Gast“, erläuterte dazu Christian Martin Lukas von der städtischen Marketinggesellschaft. Er bezieht als Mieter Räume im Neubau der Bäckerei. Der bisherige Pavillon war bereits am Vortag abgerissen worden.

Fertigstellung bis November 2021

Die Baukosten für die Promenade sollen rund 3,3 Millionen Euro betragen. Bis November 2021 will die Kurverwaltung mit dem Projekt fertig sein. Wobei die Promenade nur ein erster Bauabschnitt ist, denn dahinter liegt ja noch das Leuchtenfeld. Weitere Spatenstiche werden also folgen, unter anderem soll in etwa zwei Jahren ja noch eine neue Skateanlage für Jugendliche entstehen. Helge Normann

Hintergrund:

Acht Jahre haben die Planungen für die neue Travepromenade gedauert. Das Land Schleswig-Holstein fördert die Baumaßnahme mit 70 Prozent der Kosten. Während der gesamten Bauzeit bleibt die Promenade begehbar. Auch die Priwallfähre an der Lotsenstation sowie alle Bootsstege bleiben erreichbar. Sofern die Travemünder Woche 2021 stattfindet, ist während der Zeit im Juli 2021 eine Bauunterbrechung eingeplant. 

Foto: Am Dienstag fand der offizielle „erste Spatenstich“ zur Neugestaltung der Travepromende statt. Foto: HELGE NORMANN
Grafik: Hansestadt Lübeck

1 Kommentar zu "Travemünde: Travepromenade wird für 3,3 Millionen Euro umgestaltet"

  1. Heinz Geisler | 12. September 2020 um 14:05 |

    Wie man sich mit einer so hässlichen Promenade auf dem Priwall auch noch brüsten kann bleibt wohl für immer unverständlich. Wenn man die Touristen in die anderen Ostseebäder vergraueln will, hat man sicher alles richtig gemacht.
    Heinz Geisler

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