Kinder und Jugendliche sollen in Lübeck mehr Gehör finden

Die Interessen von Kindern und Jugendlichen werden künftig mehr Gewicht bei politischen Entscheidungen in Lübeck haben. Dafür soll in der Hansestadt eine Kinder- und Jugendvertretung gegründet werden. Die Bürgerschaft muss noch zustimmen.

Kinder- und Jugendvertretung in Planung

Seit zwei Jahren fordert das Junge Politikforum Lübeck eine entsprechende Vertretung. Nun hat der Vorschlag den Jugendhilfeausschuss der Bürgerschaft passiert. Das Junge Politikforum bezeichnet das Verständnis der Hansestadt in puncto Beteiligung von jungen Menschen als „antiquiert“. Die Initiative fordert eine angemessene Repräsentation von Kindern und Jugendlichen. „Im alltäglichen Engagement von uns Jugendlichen und Schülern stößt
man immer wieder frustriert darauf, dass unsere Stimme von der Politik nicht ausreichend gehört wird“, erklärt der derzeitige Stadtschülersprecher Hangzhi Yu.

„Jugendliche wurden bisher übergangen“

„Endlich bekommt Lübeck eine Vertretung für Kinder und Jugendliche, deren Anliegen leider bisher größtenteils übergangen worden sind“, ergänzt Thore Schönfeldt, Mitbegründer des Jungen Politikforums. „Jetzt heißt es, einen konkreten Plan auszuarbeiten. Es ist wichtig, dass dabei Kinder und Jugendliche beteiligt werden sollen. Wir brauchen für die Zukunft Verfahren auf Augenhöhe, um die rechtlich vorgeschriebene und gewünschte Partizipation sicherzustellen.“

Arbeitsgruppe aus Politik, Verwaltung und jungen Menschen

Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Parteien, der Verwaltung und Kindern und Jugendlichen soll nun die Gestaltung der geplanten Vertretung ausarbeiten. Sie will sich im Herbst das erste Mal treffen. Vorstellen können sich die Initiatoren nach eigenen Worten beispielsweise Einwohnerversammlungen für junge Menschen oder einen Beirat, der die Relevanz anstehender kommunalpolitischer Themen beurteilt. Oliver Pries

Foto: Junges Politikforum

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