Priwallpromenade ist fertig: „Ein Hotspot für die Zukunft“

Offizielle Eröffnung in Travemünde

Die Priwallpromenade entlang der neuen Ferienanlage „BeachBay“ ist ja schon eine Weile in Betrieb. Am Montag wurde sie offiziell eröffnet. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz (Mi.) informierte sich auf einem gut einstündigen Rundgang mit Bürgermeister Jan Lindenau (l.) und Bausenatorin Joanna Hagen (r.) über die neue touristische Infrastruktur auf dem Priwall. „Umgestaltung Promenade und Steg 2016 bis 2020“ ist auf einem Schild zu lesen, das anlässlich des Besuchs enthüllt wurde.

„Moderne touristische Destination“

Buchholz sprach von einem „Hotspot für die Zukunft“ und einem „Modernisierungsschub der besonderen Art und Weise“, er zeigte sich zufrieden mit dem nun fertiggestellten touristischen Großprojekt. „Aus dem Dornröschenschlaf ist der Priwall zu einer wirklich modernen touristischen Destination geworden“, so Buchholz. Die neue Priwallpromenade hat nach Auskunft von Bausenatorin Hagen gut zwölf Millionen Euro gekostet, das Land hat davon etwas mehr als acht Millionen übernommen. „Ich glaube, das ist gut investiertes Geld“, sagte Buchholz.

Auch Trave-Promenade soll erneuert werden

„Mit dem Projekt Priwall-Promenade hier in Travemünde ist es der PLANET Gruppe und der Hansestadt Lübeck Dank der Förderung des Landes Schleswig-Holstein gelungen, einen neuen touristischen Anziehungspunkt an der Ostsee zu schaffen, der schon jetzt Menschen aus nah und fern begeistert“, erklärt Bürgermeister Jan Lindenau. „In wenigen Tagen beginnen wir auf der Travemünder Seite der Trave mit der Gestaltung der Trave-Promenade. So entsteht mit den Fähren des Stadtverkehrs Lübeck ein Promenaden-Rundweg, der an der Ostseeküste absolut einzigartig ist. Diese Entwicklung trägt dazu bei, dass Travemünde das Seebad an der Ostsee ist – ganz im Sinne unseres Touristischen Entwicklungskonzeptes 2030.“

Im Frühjahr 2016 begannen die Arbeiten zur Neugestaltung der Priwall-Promenade. Insgesamt umfasste die Baumaßnahme eine Gesamtfläche von ca. 15.000 Quadratmetern. Neben einem befestigten, großzügigen und barrierefreien Platz vor dem Fähranleger, entstanden auch ein Aussichtspunkt sowie eine großzügige Stufenanlage mit Treppen- und Sitzbereichen mit Blick über die Trave und den Strand.

Freitreppe, Holzdecks, Wasserspiel

Die sich rund 800 Meter lange anschließende Promenade wird von einer großen Freitreppe und den Holzdecks zum Hafenbecken bestimmt. Ein großräumiges Wasserspiel aus Granitblöcken in einem flachen Wasserbecken mit Quellern und Wasserspielmotiven dient – von der neuen östlichen Erschließung aus – als Entree der Promenade.

Maritime Spielplätze

Zwei maritime Themenspielplätze mit einem Spielschiff und Kletternetzen in Form von Reusen und Fischernetzen im Böschungsbereich, die die neu errichtete Ostseestation mit dem Stegplateau am Wasser verbinden, sind zentrale Anziehungspunkte für kleine Spaßsuchende.

Kosten: 12,15 Millionen Euro

Insgesamt wurden 12,15 Millionen Euro in die Umgestaltung der Priwall-Promenade als herausragende touristische Weiterentwicklung des Priwall mit Alleinstellungsmerkmalen investiert. Das Land Schleswig-Holstein förderte die Baumaßnahme zu 70 Prozent: 8,32 Millionen Euro wurden aus dem Förderprogramm Wirtschaft mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) zur Verfügung gestellt, so dass die Hansestadt Lübeck nur 3,83 Millionen Euro der Kosten tragen muss. Die Förderung war nur möglich durch die gleichzeitige Aufwertung der Hinterlanderschließung durch Priwall-Waterfront (jetzt BeachBay) und der hierdurch geschaffenen touristischen Infrastruktur. Die Bettenanzahl in Travemünde wurde deutlich erhöht und viele regionale Arbeitsplätze geschaffen. Pressemitteilung / Helge Normann

Fotos: HN / Holger Kröger

2 Kommentare zu "Priwallpromenade ist fertig: „Ein Hotspot für die Zukunft“"

  1. Marianne Rose | 15. September 2020 um 11:14 |

    Es ist einfach nur schrecklich : steril, ohne Flair. Betonklötze, die einfach nur ideenlos und einfallslos sind und überhaupt nicht an die Küste passen. Wir wohnen in Stockelsdorf und wollten gemeinsam mit unserem Besuch aus Niedersachsen die neue Promenade kennenlernen. Es war für uns alle einige einzige Enttäuschung. Platten- bzw. Betonbauten hatten wir schon in den 70ern und die sehen jetzt ganz schrecklich aus.
    Fällt den Architekten heute nichts anderes mehr ein ?? Wer genehmigt so etwas ?
    Mecklenburg Vorpommern kann es definitiv besser (z.B. Rügen) oder Heiligenhafen mit dem Beach Motel etc. Wir hoffen nur, das es auf der neu zu gestaltenden Travepromenade nicht genauso schrecklich wird und das maritime Flair dort erhalten bleibt. Der Blick auf die andere Seite ist schon schlimm genug und die Klötze vor dem Maritim ebenfalls. Der Blick vom Priwall auf das alte Travemünde und die Schwedenhäuser auf dem Priwall sind dagegen ein Lichtblick. Die Chance verpasst etwas Schönes zu schaffen !

  2. Wolfgang Rose | 16. September 2020 um 22:01 |

    Die Promenade entspricht dem Stil der 80er. Viel Beton und kein grün.
    In zehn Jahren ist es eine Geisterstadt!

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