Ein neuer Garten für die Villa Jebsen in Stockelsdorf

Die Umgestaltung wird von der AktivRegion und der Bluhme-Jebsen-Stiftung gefördert

Als historisch bedeutsames Gebäude der Gemeinde Stockelsdorf hat die Villa Jebsen mit der Gemeindebücherei, die Nutzung durch die Volkshochschule und vieler Vereine und Verbände sowie als Heimat für das Jugendzentrum auch eine große Bedeutung für die Öffentlichkeit. Die Gartenanlage hingegen fristet ein eher bescheidenes Dasein. Das möchte die Gemeinde durch eine Umgestaltung ändern.

Bauamtsleiter Dieter Rodewald stellte jetzt Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt, Bauen, Planung und öffentliche Sicherheit das Bauprogramm für die Umgestaltung vor, das intensiv mit Bücherei und Jugendzentrum abgestimmt wurde. Zuschüsse haben die AktivRegion Innere Lübecker Bucht und die Friedrich Bluhme und Else Jebsen-Stiftung mit rund 100 000 der auf 130 000 Euro geschätzten Kosten zugesichert.

 Die Neugestaltung beinhaltet unter anderem eine Kreativecke und Barrierefreiheit

Derzeit sei auf der Fläche keine besondere Aufenthaltsqualität gegeben, erklärte Rodewald. Bei der Umsetzung der Maßnahme erfahre das Grundstück einen deutlichen Mehrwert, insbesondere als kulturelle Veranstaltungsfläche. „Ich glaube, dass solche Veranstaltungsflächen in Stockelsdorf gebraucht werden, das hat Corona gezeigt“, so der Bauamtsleiter.

Dafür werden feste Sitzflächen, ein Stromanschluss und Vorrichtungen für eine Überdachungsmöglichkeit installiert. Von der Bücherei aus soll die Fläche barrierefrei zu erreichen sein. Die vorhandene Terrasse soll erweitert und zum Garten hin offen gestaltet werden. Auch eine Kreativecke ist geplant, wo verschiedene Gruppen aus Bücherei, Jugendzentrum, Kita oder Schule oder VHS ihre Aktionen durchführen können.

Im südlichen Grundstücksteil ist ein Lesegarten als Rückzugsort geplant. Im Bereich des Jugendzentrums sollen zusätzlich zu den vorhandenen Spielgeräten und der Hütte einige Hochbeete beispielsweise für Kinder der betreuten Grundschulen oder „urban gardening“-Gruppen entstehen.

Das vorgestellte Bauprogramm fand eine breite Zustimmung

„Aus Sicht der Bücherei ist das total schön. Die Sitzmöglichkeiten in der Bücherei sind sehr beschränkt“, erklärte Kathrin Brümmer, die neue Leiterin der Bücherei. Karl Ludwig Tretau (SPD) freut sich als Sprecher des Arbeitskreises Inklusion über die neue Barrierefreiheit. „Der Entwurf ist ganz große Klasse und für beide Arbeitskreise (AK Inklusion und AK Kultur, Anmerkung der Redaktion) nutzbar“, so Tretau begeistert. Auch Jürgen Scheel (UWG) lobte das „tolle Konzept“. Aber man sollte vielleicht die Anzahl der Stellplätze für Fahrräder noch einmal überdenken. Das Bauprogramm wurde einstimmig beschlossen.

Bauamtsleiter Dieter Rodewald stellte den Ausschussmitgliedern das Bauprogramm für die Umgestaltung der Gartenanlage der Villa Jebsen vor. Foto: Anja Hötzsch

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