Festspiel-Tribüne in Eutin: Wettbewerb in Vorbereitung

Ein Ersatzbau für die über 40 Jahre alte Freilicht-Tribüne (Foto) im Eutiner Schlossgarten rückt in greifbare Nähe. Nachdem die Finanzierung des 6,1 Millionen Euro teuren Projekts bereits gesichert ist, wird jetzt der „nicht-offene interdisziplinäre Realisierungswettbewerb“ vorbereitet.

Das Verfahren wird EU-weit ausgeschrieben

„Das Verfahren wird EU-weit ausgeschrieben. Bewerben können sich Teams aus Architekten, Ingenieuren und Landschaftsarchitekten, von denen dann sieben Teams ausgewählt und in den eigentlichen Wettbewerb geschickt werden“, erläuterte der Kieler Architekt und Stadtplaner Dieter Richter kürzlich im Bauausschuss. Im Auftrag der Stadt wird sein Büro das ganze Verfahren von A bis Z begleiten. „Anfang Oktober können die Teams in die Bearbeitung einsteigen. Vor Ort wird es dann auch ein Kolloquium geben, bei dem Rückfragen und andere Details geklärt werden können“, so Richter.

Bis zum Jahresende müssen Entwürfe eingereicht sein

Bis zum Jahresende müssen die Entwürfe eingereicht werden, die dann am 1. Februar von einem Preisgericht bewertet werden. Sorgen bereitet Richter nur die möglicherweise geringe Beteiligung am Wettbewerb: „Die Büros sind gut ausgelastet, die Bewerberzahl ist deshalb oft nicht so groß. Hinzu kommt, dass Teams mit Vertretern von drei Disziplinen gesucht werden. Wenn es bundesweit 15 Bewerbungen gäbe, wäre das schön“, so Richter.

Realisierung ist zwischen den Saisons 2022 und 2023 geplant

Festspiel-Geschäftsführer Falk Herzog sprach von einem ambitionierten Zeitplan, denn der Bau müsse in einem engen Zeitfenster zwischen den Saisons 2022 und 2023 realisiert werden. Verzögerungen könnten da schwierig werden, so Herzog. „Die vorgegebene Kombination der Teams ist gut. So kann ein Entwurf von vornherein auf seine Tragfähigkeit statisch betrachtet werden. Das ermöglicht eine sichere und gute Umsetzung.“

Festspiele kommen glimpflich durch die Corona-Krise

Ohnehin blicken die Eutiner Festspiele optimistisch in die Zukunft, sie kommen glimpflich aus der Corona-Krise. „Dank der unbürokratischen und schnellen Hilfe durch das Land konnten wir sämtliche Verpflichtungen der Spielzeit 2020 begleichen, den Künstlern ein Ausfallhonorar von 60 Prozent bezahlen und mit der Planung der neuen Saison beginnen“, sagte Herzog. vg

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