Landtagsabgeordnete besuchte die Gemeindewerke in Stockelsdorf

Sandra Redmann (SPD) informierte sich unter anderem über Wasserstofftechnologie

Sie ist die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und Vorsitzende des Arbeitskreises Umwelt, Energie und Ländliche Räume: Sandra Redmann besuchte jetzt die Gemeindewerke in Stockelsdorf.
„Ich war vor einigen Jahren schon mal hier, aber es hat sich in den letzten Jahren sehr viel verändert“, erklärte sie im Anschluss an den informellen Austausch mit der Geschäftsführung, Mitarbeitern, Aufsichtsrat und Gesellschaftern. Gemeinde- und Stadtwerke seien wichtig für die Versorgung der Bevölkerung und die Gemeindewerke in Stockelsdorf sehr gut aufgestellt. „Mir ging es in unserem Gespräch auch darum, wo das Land etwas tun kann.“

Gesprächsthemen von Nitratbelastung bis Wasserknappheit

Gesprächsinhalte waren unter anderem die Wasserstofftechnologie, die Wasserqualität und das Spannungsfeld Wasserversorgung und Landwirtschaft – Stichwort Nitratbelastung des Grundwassers. Außerdem lotete die Landtagsabgeordnete Potenziale und Hemmnisse der Elektromobilität aus. Der Wunsch nach einer Landesnetzagentur, damit nicht immer alles über die Bundesnetzagentur geregelt werden muss, war ebenfalls Gesprächsthema.

Dass die Nitratbelastung in Stockelsdorf zurzeit keine Rolle spielt und auch Wasserknappheit in naher Zukunft, wie gerade in anderen Kommunen aufgetreten, nicht zu erwarten ist, nahm Sandra Redmann erfreut zur Kenntnis. „Wir haben einen riesigen Wassertank angezapft“, erklärt Aufsichtsratsmitglied Rolf Dohse. Er spielte damit auf den Brunnen bei Curau an, der aus einer eiszeitlichen Wasserader in rund 90 Metern Tiefe fördert – sie reicht bis nach Schweden. „Wir haben sehr viel und sehr gutes Wasser“, betonte Geschäftsführer Axel Langneff. Ein großes Lob sprach er seinen Mitarbeiter aus. „Wir hatten keine Versorgungsausfälle trotz Corona.“

Langneff führte auch noch einmal die Pluspunkte des kleinen kommunalen Energieversorgers auf. „Wir sind mit weniger als 20 Mitarbeitern ein kleiner Betrieb ohne großen Wasserkopf und können so kundenfreundliche Preise anbieten.“ Kundenfreundlich ist auch der Kontakt, es gibt keine anonyme Hotline, sondern hier sind echte Mitarbeiter am Telefon, betont der Geschäftsführer.

Klimafreundlichkeit steht an erster Stelle

Die Gemeindewerke liefern seit 2017 zu 100 Prozent Ökostrom, seit diesem Jahr CO2-neutrales Erdgas ohne Aufpreis, und die Wasserpumpen werden mit Ökostrom betrieben. „Damit wirtschaften wir klimaneutral, ein wichtiger Beitrag für die klimafreundliche Gemeinde Stockelsdorf“, so Langneff.

Der Fuhrpark wird auf E-Mobilität umgestellt, und die Gemeindewerke betreiben einige Ladesäulen in der Gemeinde mit Ökostrom, der Ausbau kommt jedoch nur schleppend voran. In Sachen Wasserstofftechnologie sieht Langneff hohe Investitionskosten und möchte die Entwicklung an der Westküste abwarten, wo ein Forschungszentrum entstehen soll.

„Stockelsdorf steht wirklich gut da und fährt eine klare Linie im Klimaschutz“, resümierte Sandra Redmann. „Das ist enorm für die Größe der Gemeindewerke und nicht selbstverständlich. Das ist schon etwas Besonderes.“

Zum Informationsaustausch traf sich die SPD-Landtagsabgeordnete Sandra Redmann (vorn links) mit Geschäftsführer Axel Langneff (vorn Mitte), Mitarbeitern, Bürgermeisterin Julia Samtleben (rechts) als Gesellschafterin und dem Aufsichtsrat der Gemeindewerke Stockelsdorf. Foto: Anja Hötzsch

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