Bürgermeister begrüßt neue Auszubildende und Anwärter in der MUK

77 Nachwuchskräfte bei der Hansestadt Lübeck

„Normalerweise begrüße ich Sie im Rathaus, doch dieses Jahr mussten wir auf die Musik-und Kongresshalle ausweichen. Das hat zwei Gründe, zum einen können wir hier das Corona bedingte Abstandsgebot besser einhalten, zum anderen stellen wir mittlerweile so viele Auszubildende ein, dass der Platz im Audienzsaal nicht mehr ausreichen würde“, gab Bürgermeister Jan Lindenau zu Beginn der Feierlichkeit preis.Im Sommer 2020 starten 77 neue Nachwuchskräfte mit Ihrer Ausbildung beziehungsweise Studium bei der Hansestadt Lübeck. Zu diesem Anlass hat der Bürgermeister in die Musik- und Kongresshalle eingeladen, um im feierlichen Rahmen die Ausbildungsverträge zu überreichen.

„Insgesamt 77 Auszubildende und Anwärter haben wir in diesem Jahr eingestellt und einige freie Ausbildungsplätze werden wir noch besetzen. Alle hier anwesenden Auszubildenden und Anwärter haben es geschafft, sich gegenüber Ihren Mitbewerber durchzusetzen und das in dieser schwierigen Zeit“, beglückwünschte der Bürgermeister die anwesenden Nachwuchskräfte. „Willkommen bei der Hansestadt Lübeck! Sie starten Ihre Ausbildung zu einem Zeitpunkt, zu dem nicht nur für Sie vieles anders wird. Gerade in Zeiten von Corona hat sich gezeigt wie schnell wir vor neuen insbesondere digitalen Herausforderungen standen und immer noch stehen. Die Verwaltung der Hansestadt Lübeck ist im Wandel. Demografie, Modernisierung und insbesondere die Digitalisierung werden Ihren Verwaltungsalltag prägen. Machen Sie mit und gestalten sie diesen Wandel! Seien Sie neugierig und offen für Veränderungen“, appellierte Bürgermeister Jan Lindenau an die Auszubildenden.

Die Zahlen sprechen für Erfolg

Für 16 Ausbildungsberufe lagen insgesamt 869 Bewerbungen von 398 Frauen, 457 Männern und 4 diversen Bewerberer:innen vor. Ausgewählt wurden insgesamt 77, davon 48 Frauen und 29 Männer. Aufgrund von Corona mussten im Frühjahr einige Auswahlverfahren unterbrochen werden, so dass noch nicht alle Auswahlverfahren bis heute abgeschlossen werden konnten. Das betrifft insbesondere die Ausbildungsberufe der Berufsfeuerwehr, die sich einem umfangreichen Eignungstest mit integriertem Sporttest stellen müssen. Die Auswahl steht kurz vor dem Abschluss, so dass demnächst auch noch Notfallsanitäter und Brandmeisteranwärter ihren Dienst bei der Hansestadt antreten werde

Die praxisorientierte, vergütete Ausbildung ist nicht nur ein schlagkräftiges Argument für die Auszubildenden, sondern auch für die Hansestadt selbst, da sie damit wesentlich besser den Herausforderungen des Fachkräftebedarfs begegnen kann. Das bestätigt auch die Bereichsleiterin der städtischen Kindertageseinrichtungen, Uta Steinkamp: „Die berufsbegleitende vergütete Ausbildung von Erzieher war längst überfällig und ich bin froh, das wir als Hansestadt Lübeck diese Chance erkannt haben und Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Ich schätze insbesondere die enge Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis und hoffe, dass sich damit langfristig auch die Bewerber:innenlage für die Kitas verbessern wird.“

Vielfältige Berufsangebote lockten Bewerber

Neben pädagogischen, pflegerischen und Verwaltungsberufen wird auch in etlichen gewerblichen Berufen ausgebildet. Max Heiko Brede, 17 Jahre ist einer von ihnen. Er hat sich für den Beruf des Forstwirtes entschieden. „Schon als Kind hat mein Vater mich immer mit in den Wald und die Natur genommen. Als ich dann in der 8. Klasse mein Praktikum bei den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten gemacht habe, war für mich klar, dass ich Forstwirt werden will“, erklärt Max Heiko Brede. Über seine Mutter erfuhr er von der Möglichkeit sich in Lübeck zu bewerben und als es dann nach dem Auswahlgespräch geklappt hatte, war die Freude groß.

Auch Colin Wruck freut sich über seinen neuen Ausbildungsplatz bei den Entsorgungsbetrieben der Hansestadt Lübeck. Auch er berichtet darüber, dass sein Vater und das Schulpraktikum maßgeblich seine Berufswahl beeinflusst haben. „Mein Vater hat mit mir gemeinsam immer am Auto geschraubt. Als ich dann in der 8. Klasse bei Mercedes Benz mein Praktikum gemacht habe, war für mich klar, dass ich KFZ-Mechatroniker werden will“, bestätigt Colin Wruck. Um die Entscheidung abzusichern, hat er sich noch für ein Praktikum bei den städtischen Kitas entschieden. Dabei sind ihm zwei Dinge deutlich geworden: „Zum einen habe ich gemerkt, dass der Beruf des KFZ-Mechatronikers besser zu mir passt, zum anderen habe ich deutlich die Vorteile der Stadtverwaltung erkannt. Sie bietet mir einen sicheren Ausbildungs- und Arbeitsplatz und später gute Aufstiegschancen. Die Stadtverwaltung hört nie auf zu existieren“, so sein abschließendes Votum für die Hansestadt.

Nach der feierlichen Übergabe der Verträge lud die Ausbildungsleiterin, Gunda Lampe gemeinsam mit ihrem Team die Berufsstarter zu einem mehrtägigen Einführungsseminar ein. Hier lernen sich die Auszubildenden untereinander und ihren Ausbildungsbetrieb kennen. Sie erhalten Informationen über die vielfältigen Aufgaben, die eine Kommune zu erfüllen hat.

Wer sich für eine Ausbildung oder ein Studium im nächsten Jahr bei der Hansestadt Lübeck interessiert, kann sich ab sofort bewerben. Mehr dazu unter www.luebeck.de/ausbildung sowie www.interamt.de .Persönlich kann man sich im Rahmen der LN-Ausbildungsmesse am 22. August 2020, auf der Jobmesse in der Gollanwerft am 12./13. September 2020 beraten lassen oder spontan im Büro in der Innenstadt beim Personal- und Organisationsservice der Hansestadt Lübeck, Fischstraße 2-5, 23552 Lübeck, Telefon (0451)122 –1137/-1195 beraten lassen.

Foto: Hansestadt Lübeck

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