Freiwillige Corona-Tests für Reiserückkehrer

Schleswig-Holsteiner, die aus dem Urlaub zurückkehren, können sich freiwillig auf das Corona-Virus testen lassen. In den Häfen Kiel und Lübeck, im Fährhafen Puttgarden und an der Deutsch-Dänischen Grenze werden zusätzliche Teststationen aufgebaut, erklären das Land, die Kassenärztliche Vereinigung und der öffentliche Gesundheitsdienst. Beginn der Maßnahme ist Freitag, der 31. Juli, die Test seien „zunächst kostenlos“ heißt es.

Teststationen in Kiel, Lübeck, Puttgarden und der Deutsch-Dänischen Grenze

Mit einem Testergebnis ist in der Regel nach 24 Stunden zu rechnen. Reiserückkehrende aus Risikogebieten müssen sich bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses in Quarantäne begeben und beim zuständigen Gesundheitsamt melden. Das Land empfiehlt allen Reiserückkehrern, auch denen aus Nichtrisiko-Gebieten, sich bei Rückkehr bei ihrem zuständigen Gesundheitsamt zu melden.

Erheblicher Mehraufwand befürchtet

Die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) rechnet aufgrund der zu Ende gehenden Ferien mit einem erheblichen Mehraufwand. „Da die niedergelassenen Ärzte für die Versorgung von Patienten zuständig sind und dieses Potential auch beim Willen einer Unterstützung endlich ist, halten wir es für richtig, dass ergänzende Strukturen ohne unmittelbaren Rückgriff auf vertragsärztliche Kapazitäten hinzutreten“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVSH Dr. Ralph Ennenbach: „Wir freuen uns als KVSH dazu einen Beitrag zu überwiegend mobilen Abstrichzentren leisten zu können, der auf der Initiative von Laboren beruht. Damit wird für die Reiserückkehrer aus Risikogebieten ein gutes Angebot geschaffen.“

Corona nicht weiter verbreiten

„Es kommt jetzt ganz besonders auf das Verhalten von uns allen an, wie wir weiter durch die Pandemie kommen werden.  Der Urlaub – die schönste Zeit des Jahres – ist in diesem Jahr eine besondere Herausforderung. Wir alle können durch unser Verhalten auch während und nach der Reise dazu beitragen, die Verbreitung des Corona-Virus aufzuhalten. Bitte helfen Sie dabei mit“, formuliert Dr. Alexandra Barth, Leitende Amtsärztin des Gesundheitsamtes der Stadt Neumünster, die für den Öffentlichen Gesundheitsdienst an dem Projekt beteiligt ist.

Foto: Scandlines

 

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