Ostholstein-Museum öffnet seine Magazine und präsentiert bisher Verborgenes

Bevor Ende August die große Schau der Norddeutschen Realisten im Eutiner Ostholstein-Museum beginnt, präsentiert das Ausstellungshaus ausgewählte Exponate aus der eigenen Sammlung. Unter dem Titel „Aufgeschlossen 2.0“ werden verborgen Schätze aus den Magazinen ans Licht der Öffentlichkeit geholt.

Stücke erzählen von der langen Museumsgeschichte

Diesen Blick hinter sonst verschlossene Türen hatte das Museum schon 2017 einmal gewährt und sich in der Ausstellung „Aufgeschlossen“ seinen eigenen, ständig wachsenden Beständen gewidmet. „Aufgrund des rund 130-jährigen Bestehens dieser Einrichtung ist unsere Sammlung nicht nur umfangreich, sondern mit Blick auf die museale Entwicklungsgeschichte auch vielfältig“, betont Museumsleiterin Dr. Julia Hümme. Historische Möbel und Waffen bis hin zu Textilien, Büchern und kunsthandwerklichen Objekten wie Glas und Keramik reicht der Fundus. Die Stücke erzählen von der langen Museumsgeschichte, die von den Anfängen des Hauses als „Museum für Geschichte und Altertümer“ um 1889 über seine Ausrichtung als „Kreisheimatmuseum“ ab 1937 bis hin zu seiner viel späteren Umbenennung in „Ostholstein-Museum“ 1989 reicht.

Ostholsteiner Motive und Ostholsteiner Künstler

Die neue Ausstellung „Aufgeschlossen 2.0“ zeigt nun ausgesuchte Gemälde, Zeichnungen und Grafiken des Museums. „Gerade dieser Sammlungsbereich der Bildenden Kunst wurde erst in den vergangenen 40 Jahren verstärkt in den Fokus genommen und durch Ankäufe und Schenkungen – insbesondere im Bereich der Landschaftsmalerei – erweitert“, berichtet Hümme und betont: „Gerade die Schenkung qualitätsvoller Werke sehen wir als Auszeichnung für unser Haus und unsere Arbeit an – wenn die Menschen das Gefühl haben, bei uns sind ihre Bilder gut aufgehoben.“

Bilder von Tischbein, Schmidt-Rottluff und Armin Mueller-Stahl

Manche der ausgestellten Arbeiten sind den aufmerksamen Besuchern möglicherweise aus Ausstellungen in der Vergangenheit bekannt, andere Exponate wiederum wurden noch nie öffentlich gezeigt. Die Spanne reicht von Werken des bekannten Malers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein aus der Zeit um 1800 über Bilder des 20. Jahrhunderts von so bedeutenden Malern wie Hinrich Wrage und Karl Schmidt-Rottluff bis hin zu den Ölbildern zeitgenössischer Künstler wie Michael Arp und Armin Mueller-Stahl.

Auch ein Vorgeschmack auf die nachfolgende Kunstschau

Mal stehen Landschaftsbilder oder Porträts für sich, mal werden alte und neue Ansichten einander gegenübergestellt. Auch werden für den betreffenden Künstler untypische Arbeiten vorgestellt – etwa ein Stillleben von Tischbein. Außerdem gibt das eine oder andere Kunstwerk bereits einen Vorgeschmack auf die nachfolgende Schau der Norddeutschen Realisten. Die Ausstellung ist ab sofort bis zum 9. August dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Infos online auf www.oh-museum.de.

 

„Dieses Ölgemälde von Dieter Wien zeigt die Villa Herbst kurz vor ihrem Abriss. Dort war das Magazin unseres Museums früher einmal untergebracht“, erzählt Dr. Julia Hümme. (Foto: Graap)

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