Waldbaden in Bad Schwartau

Gegen Hektik und für einen besseren Schlaf erfreut sich die aus Japan stammende Therapie auch hierzulande immer größerer Beliebtheit. Die Bad Schwartauerin Tina Palasz schwört auf das Innehalten im Wald – „Shinrin Yoku“

In Japan ist es eine anerkannte Therapieform. Ärzte verschreiben das „Shinrin Yoku“ genannte Waldbaden den an Reizüberflutung geschädigten Menschen. Auch in Deutschland erfreut sich die Nähe zu Buche, Eiche, Ahorn & Co. immer größerer Beliebtheit. Tina Palasz schwört auf die besondere Form der Therapie. Sie bietet das Waldbaden in Bad Schwartau an. Mit bis zu acht Teilnehmern geht sie in den Wald. Zum Entschleunigen.

Spazieren, meditieren, innehalten im Wald

„Die Natur hilft heilen“, ist die 57-jährige Heilpraktikerin für Psychologie und Mental- und Transformationscoach überzeugt. „Waldkraft-Power“ nennt sie die Aktion, bei der in einer mehrstündigen Waldexkursion Selbstheilungskräfte geweckt werden sollen. Unter anderem soll sich das Waldbaden positiv auf den Blutdruck, das Immunsystem oder das Herz und den Stoffwechsel auswirken. Auch der Schlaf werde verbessert. Und so funktioniert das „Baden“ zwischen und an den Bäumen: „Um die Sinne zu aktivieren, schlendern wir beispielsweise ganz langsam durch den Wald, halten inne, meditieren, oder üben spezielle Atemtechniken“, sagt die Wald-Therapeutin. „Auch Übungen, die die Achtsamkeit fördern, stehen auf dem Programm“, so Palasz. „Die Ruhe beim ganz langsamen Gehen, das Innehalten und Abschalten, die Gelassenheit. Das alles hilft uns, runterzuschalten“, sagt Palasz. Natürlich ohne Smartphone.
„Endlich mal kein ständiges Denken“

Achtsamkeit, Ruhe, Erdung

Tina Palasz hat das Hobby zum Beruf gemacht: „Durch meine Liebe zur Natur und meinen Bewegungsdrang bin ich viel im Wald spazieren gegangen“, sagt sie. „Besonders nach emotionalen Ereignissen und extrem stressigen Situationen habe ich mich immer innerlich ruhig und ausgeglichen gefühlt“, so die Therapeutin.
Langjährige Ausbildungen haben die Schwartauerin „immer wieder auf verschiedene Ansätze gestoßen, die mit Achtsamkeit, Ruhe und Erdung zu tun haben.“ Kirsten Böhrk hat es ausprobiert: „Ich bin innerlich entspannt zur Ruhe gekommen“, so das Fazit der 51-Jährigen. „Mein Kopf war still, endlich mal kein ständiges Denken“, sagt Böhrk, die sich „aufgefangen gefühlt habe“. Besondere Voraussetzungen seien für das Waldbaden nicht erforderlich, sagt die Therapeutin. Ob jung oder alt, krank oder gesund, agil oder gemütlich: „Nur die Offenheit, sich auf den Wald als Ort des Ruhepols und des Kraftquells einzulassen“, so Tina Palasz . Rüdiger Jacob

Nähere Informationen und Anmeldungen unter tina-palasz@web.de

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