Günter Spieckermann feiert 60-jähriges Betriebsjubiläum bei Firma Stöckel

Ein Betriebsjubiläum wie eine Diamanthochzeit: Günter Spieckermann hat seit 60 Jahren ununterbrochen bei der Fissauer Metallwarenfabrik Stöckel in der Produktion gearbeitet. Der 75-jährige Eutiner war mit dem Familienunternehmen quasi verheiratet, aber mit dem Jahrestag ist der Metallarbeiter nun auch in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.

Mit 15 Jahren die Tätigkeit in der Traditionsfirma aufgenommen

Spieckermann hat im zarten Alter von 15 Jahren am 13. April 1960 seine Tätigkeit in der Traditionsfirma aufgenommen. Als eines von elf Geschwistern galt es für ihn, früh Geld zu verdienen. Er hat auch noch den Firmengründer Carl Stöckel kennengelernt, der den Betrieb in den 1920er-Jahren aufgebaut und zum Spezialisten für Eisportionierer entwickelt hatte. Für das Löten dieser Eisportionierer und das Tiefziehen von Eisschalen war der Fachmann hauptsächlich zuständig – Millionen Produkte sind durch seine Hände gegangen.

„Du hast alle Arbeit perfekt beherrscht, niemand konnte Dir etwas vormachen“

Seniorchef Volker Stöckel hob am Montag bei einer kleinen Feierstunde die Loyalität und das Können von Günter Spieckermann hervor. „Du hast alle Arbeit perfekt beherrscht, niemand konnte Dir etwas vormachen. Auch für mich warst Du Vorbild!“ Wenn einmal etwas unklar gewesen sei, heiß es stets: „Frag doch Günter, der weiß das“, plauderte Volker Stöckel aus dem Nähkästchen. Die „unglaublichen“ 60 Arbeitsjahre bezeichnete der Seniorchef als „ungewöhnliche Lebensleistung, die ihresgleichen sucht“. Und auch Bürgervorsteher Dieter Holst gratulierte dem Jubilar im Namen der Stadt Eutin und zollte dem starken Engagement und der Zuverlässigkeit Spieckermanns seinen Respekt.

Richtig zur Ruhe kommt der 75-Jährige als Rentner aber nicht

Die Brüder Felix und Thilo Stöckel, die das Unternehmen mit seinen 30 Mitarbeitern seit 2014 leiten, überreichten Spieckermann eine Urkunde der IHK mit Dank und Anerkennung. So richtig zur Ruhe kommen wird der 75-Jährige als Rentner aber nicht. „Ich bin oft bei Tochter und Schwiegersohn in Stockelsdorf. Sie haben dort eine Pension, in der ich ein bisschen helfe“, berichtet Spieckermann, der sich bis ins hohe Alter mit viel Sport stets fit und gesund gehalten hat.

Die Metallwarenfabrik Stöckel ist ein Global Player

Hochwertige Produkte „Made in Germany“ liefert die Firma Stöckel seit fast 100 Jahren in die ganze Welt – mittlerweile als Global Player. Die berühmten Eisportionierer werden in aller Herren Länder eingesetzt. Heute gibt es über 20 Modelle für vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Daneben produziert das seit 1946 in Eutin beheimatete Unternehmen weitere Artikel für den Eisverkauf und die Gastronomie – ganz neu sind mobile Desinfektionsmittelstationen.

 

Mit Corona-bedingter Verspätung wurde Günter Spieckermann (Mitte) vor der Belegschaft von Felix, Volker und Thilo Stöckel sowie Dieter Holst (Zweiter von links) gewürdigt. (Foto: Graap)

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