Erweiterung der Grundschule Cleverbrück wird deutlich teurer

Kosten liegen nun bei 8,1 Millionen Euro. Politiker wollen in gemeinsamer Sitzung über Thema beraten

Eigentlich sollte in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses grünes Licht für die Erstellung des Bauantrages zur Erweiterung der in den 50er Jahren gebauten Grundschule Cleverbrück gegeben werden. Doch angesichts deutlich gestiegener Kosten des vor gut vier Jahren gestarteten Vorhabens sieht die Politik Beratungsbedarf in größerer Runde. Auch soll nach Einsparmöglichkeiten gesucht werden.

3,9 Millionen Euro – so hoch war der Kostenansatz für die dringend notwendige Erweiterung der Grundschule Cleverbrück, als Bad Schwartaus Kommunalpolitiker über verschiedene Varianten im Jahr 2017 diskutierten. Seitdem stiegen die Kosten, und auch die Umsetzung des Projektes verschob sich immer weiter in die Zukunft. Baubeginn sollte ursprünglich einmal im Herbst 2019 sein, die Fertigstellung war für das Frühjahr 2021 vorgesehen.
Zwischenzeitlich gab es einen Workshop mit Mitgliedern aus Verwaltung, Schulleitung, Elternvertretern und Politik, um die Wünsche in die vorliegenden Architektenentwürfe einfließen zu lassen. Dazu gehörten etwa eine neue WC-Anlagen für die Schüler in den beiden Seitentrakten des Gebäudes und die Realisierung der Barrierefreiheit im gesamten und nicht nur in Teilen des Schulgebäude sowie der angegliederten Turnhalle. Ein weiteres wichtiges Thema: Brandschutzmaßnahmen im gesamten Schulgebäude und der Turnhalle.

Die aktuelle Kostenberechnung des zwischenzeitlich beauftragten Planungsbüros plp weist nun Kosten in Höhe von 8,1 Millionen Euro auf – eine Verdoppelung der ursprünglich veranschlagten Kosten. „Das ist schon ein kräftiger Schluck aus der Pulle. das ist uns allen klar“, sagte Architektin Christiane Leiska. Vor dem Hintergrund, dass die beiden Gebäudeflügel der Schule auch nach Abschluss dieses Projektes einer energetischen Ertüchtigung bedürfen, um einen zeitgemäßen Wärmedämmstandard zu erreichen, stellt die genannte Summe nach Angaben der Verwaltung nicht die tatsächlich erforderliche Gesamtinvestition für die Grundschule dar. Sie brachte deshalb auch einen Neubau ins Spiel. Wunsch der Verwaltung war es, nach der Sitzung in der Ludwig-Jahn-Halle endlich den Bauantrag für die Erweiterung stellen zu können, damit sich das Projekt nicht weiter verzögert. Bürgermeister Uwe Brinkmann appellierte an die Ausschussmitglieder, das Thema nicht zu vertagen.

Uwe Beckmann (SPD) sagte, dass in eine solche Entscheidung auch die Mitglieder des Bildungs- und Finanzausschusses einbezogen werden müssen und schlug eine gemeinsame Sitzung vor. Nach einer Sitzungsunterbrechung entschieden sich die Baupolitiker dafür. Auch soll geschaut werden, ob man an der ein oder anderen Stelle Kosten einsparen kann.

Das Gebäude der Grundschule Cleverbrück ist 70 Jahre alt. Foto: ES

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