Landesprogramm Digital Pakt 2.0

Stadt übergibt 30 Tablets an das Gymnasium am Mühlenberg

Ein Klassensatz neue iPads im Wert von etwa 15 000 Euro wurde jetzt von der Stadt Bad Schwartau aus städtischen Haushaltsmitteln an das Gymnasium am Mühlenberg (GAM) für den digitalen Unterricht übergeben. Aus dem Sofortprogramm zum Digital Pakt Schule erwartet die Stadt weitere rund 120 000 Euro, damit alle Schulen in Bad Schwartau mit weiteren Klassensätzen ausgestattet werden können.

Die 30 Tablets mit Zubehör, Schutzhüllen und Aufbewahrungskoffer sind der erste von insgesamt acht Klassensätzen. Auf Grundlage des Landesprogramms Digital Pakt 2.0 sind Ausgaben für die Anschaffung von schulgebundenen mobilen Endgeräten förderungsfähig, wenn sichergestellt ist, dass diese Geräte in die vorhandene In-frastruktur der Schule integriert werden können. Dies dient dem Ausgleich sozialer Ungleichgewichte, die dadurch entstehen können, dass Schülerinnen und Schüler wegen des Fehlens von Laptops oder Tablets am digitalen Lernen nicht teilhaben können.

Durch den Corona bedingt eingeschränkten Schulbetrieb können Schulen diese Haushalte leihweise mit den erforderlichen Geräten ausstatten, aber auch im Regelschulbetrieb im Unterricht einsetzen. „Dies ist jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, denn die Corona-Krise hat wie unter einem Brennglas offenbart, was im deutschen Schulsystem nicht rund läuft. Von einer flächendeckenden Digitalisierung sind wir in Deutschland noch meilenweit entfernt,“ so Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann bei der Übergabe.

Bei der Lieferung der weiteren iPads gibt es jedoch momentan Lieferschwierigkeiten

„Wenn wir heute die iPads bestellen, kommen die mit Glück noch dieses Jahr,“ so Timo Michaelsen von der Stadt Bad Schwartau. Während des Lockdowns haben Lehrer und Eltern gemeinsam versucht, die Digitalisierung voranzutreiben. Über Apps wie den Schulcloud Messenger und Nexcloud konnten Lehrer und Schüler sich verständigen und Dateien hochladen.

„Großzügige Eltern haben zum Beispiel abgeschriebene Firmengeräte zur Verfügung gestellt und seit Ende letzter Woche haben wir endlich die Möglichkeit, datenschutzkonforme Videokonferenzen über Jitsi abzuhalten. Jedoch fehlt dem Schulserver die Bandbreite, vieles kann nicht genutzt werden. Es sind zwar 16 Laptops da, die können jedoch nicht alle parallel im Netzwerk sein, ohne dass dieses überlastet ist,“ so Lehrer und IT-Beauftragter Alexander Grell, der auch die neuen Tablets einrichtet. Derzeit läuft daher ein Auftrag zur Optimierung des Schulinternetanschlusses, damit die derzeitige 100 mbit Leitung des GAM nach den Sommerferien mit den Herausforderungen der Digitalisierung mithalten kann.

Bei den Schülern finden die modernen Arbeitsgeräte Anklang. „Es ist schon ganz cool, weil man nicht so viel mitschleppen muss,“ so der 12jährige Ben Prengel aus der 6c.

Die Schüler Aimée Kostrewa und Ben Prengel haben sich schon gut mit den neuen iPads eingearbeitet, Schulleiterin Amira Yassine, Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann (re.) und Lehrer Alexander Grell schauen über die Schulter. Foto: Anne Holmok

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