Ampeln regeln jetzt den Verkehr am Lohmühlenteller

Die Signalisierung des Kreisels soll den Verkehrsfluss wesentlich verbessern

Die neuen Ampeln am Kreisverkehr Bei der Lohmühle/Stockelsdorfer Straße werden am heutigen Mittwoch montiert und in Betrieb genommen. Auslöser für die Signalisierung des Kreisverkehrs sind nach Angaben der Stadt die vorgesehenen Arbeiten zur Ertüchtigung der Lohmühle, als eine der vorbereitenden Maßnahmen für die Zeit des Neubaus der Bahnhofsbrücke. Ziel ist es, den Verkehrsfluss in der Straße zu verbessern und dadurch eine höhere Verkehrsbelastung der Alternativstrecke zu ermöglichen. Unabhängig davon zeigte sich schon vor einigen Jahren, dass Anpassungen zur Verbesserung des Verkehrsflusses erforderlich sind, so die Stadt. Die Vollsignalisierung des Kreisels sei dabei ein wesentlicher Baustein dieses insgesamt rund 1,5 Millionen Euro teuren Projektes.

Bereits im März und April dieses Jahres erfolgten die Arbeiten im Untergrund durch die zusätzliche Verlegung von Leerrohren, das Einziehen der Kabel, sowie das Aufstellen der Signalmaste. Aufgrund der Corona-Situation hatte sich die Lieferung der Signalgeber etwas verzögert – diese werden in Österreich gefertigt – so dass die Anlage nun rund vier Wochen später in Betrieb gehen kann.

Das Projekt ist schon länger in der Planung

Dem Projekt ging eine umfangreiche Untersuchung voraus, mit der der Istzustand der Lohmühle analysiert und Maßnahmen zur Verbesserung ausgearbeitet wurden. Die Vollsignalisierung des Kreisverkehrs zeigte in den Berechnungen und Simulationen eine wesentliche Leistungsfähigkeitssteigerung, da unter anderem. die Reibungsverluste durch die spezifischen Vorfahrtregelungen eines Kreisverkehrs mit der Signalanlage eliminiert werden. Aber auch die Tatsache, dass zum Beispiel zukünftig von der östlichen Lohmühle zweispurig in die Stockelsdorfer Straße abgebogen werden kann, führt dazu, dass mehr Fahrzeuge den Kreisverkehr passieren können, erklärt die Stadt.

Eine Schwierigkeit war die Einbindung der bestehenden Fußgängerquerung und der Busschleuse in die Gesamtsignalisierung. Hier war die Vorgabe die Wartezeiten für den querenden Fuß- und Radverkehr so gering wie möglich zu halten. Diese liegen nun in den Programmen zu den Spitzenzeiten jeweils unter 50 Sekunden.

Die Kosten für die Vollsignalisierung des Kreisels belaufen sich auf zirka 100?000 Euro, wobei rund 65 Prozent für die Signalanlage, die restlichen Kosten für die Tiefbauarbeiten entstehen. Die Hansestadt Lübeck bittet um Verständnis, dass es während der Montagearbeiten zu Beeinträchtigungen im Verkehrsablauf kommen kann, da immer wieder einzelne Fahrspuren gesperrt werden müssen und Markierungsarbeiten für die Anpassung der Verkehrsführung durchgeführt werden.

Nadelöhr Lohmühlenteller (Archivbild) : Ab heute regeln Signalanlagen den Verkehr. Foto: Lutz Roeßler

Teile diesen Beitrag!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.