Nasses Vergnügen: Badeanstalten in Eutin und Malente schwimmen sich frei

Auf diese Nachricht haben viele Wasserratten sehnlichst gewartet: Ab sofort sind die Freibäder in der Region wieder geöffnet. Dass die Besucher wegen der Corona-Pandemie Abstands- und Hygieneregeln einhalten müssen, ist natürlich klar.

In Eutin gibt es eine Obergrenze von 260 Personen

Die Freibadeanstalt am Großen Eutiner See ist mit der Öffnung etwa 14 Tage hinter dem Plan. Die Mitarbeiter haben den Saisonstart gründlich vorbereitet und insbesondere darauf geachtet, dass die Badegäste Abstand halten können. „Es gibt eine Obergrenze von 260 Personen, die auf einmal im Freibad verweilen können“, teilt Christian Kulessa, Technischer Leiter der Stadtwerke Eutin, mit. Das sei eine Zahl, die in der Regel nur an wenigen besonders heißen Tagen überschritten werde. „In solchen Fällen müssen wir den Besuchern verschiedene Badezeiten anbieten“, so Kulessa.

Einbahnstraßensystem und Abstandsmarkierungen am Eutiner See

Der Zugangsbereich wurde so umgestaltet, dass Eingang und Ausgang getrennt sind und die Gäste gezählt werden können. Der Zutritt zur Badestelle erfolgt über ein Einbahnstraßensystem. An der Rutsche gibt es Abstandsmarkierungen. Im Wasser selbst werden Bereiche mit Bojenlinien gekennzeichnet. Und natürlich ist auch für Desinfektionsspender gesorgt. „Die WCs werden regelmäßig gereinigt, nur die Duschen und der Kiosk müssen gesperrt bleiben“, sagt Kulessa. Der städtische Ordnungsdienst unterstützt die Schwimmbadmitarbeiter bei der Aufsicht. Das Eutiner Freibad ist den Sommer über jeden Tag von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Im Strandbad sind  Duschen, Umkleiden und Terrasse gesperrt

Das Strandbad am Dieksee in Malente nimmt am jetzigen Sonnabend den Badebetrieb auf. „Wir haben Desinfektionsmittel bereit gestellt, die Zugänge zu Duschen, Umkleiden und Terrasse gesperrt. Wer sich etwas zu essen kauft, muss es am Strand verzehren“, erläutert Bademeister Reiner Coen und betont: „Wir werden sehr darauf achten, dass die Badegäste Abstand bewahren.“ Deshalb werde es auch auf der Brücke keinen Begegnungsverkehr geben.

Zu voll wird’s wohl nicht: Gelände und Wasserfläche sind weitläufig

Dass es zu voll wird, glaubt Coen nicht. „Gelände und Wasserfläche sind sehr weitläufig. Außerdem erwarten wir in diesem Jahr keine Gruppen wie von Klassenfahrten. Sollte es doch brenzlig werden, behalte ich mir vor, das Tor zu schließen und erst wieder zu öffnen, wenn es leerer geworden ist.“ Dass es angesichts der Maßnahmen vor Ort zu Problemen komme, könne er sich nicht vorstellen. „Wir haben hier ein sehr herzliches Verhältnis, das schon immer durch Rücksicht und Fairness geprägt ist.“ Geöffnet ist montags von 12 bis 18 Uhr sowie dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr (in den Sommerferien schon ab 9 Uhr). Ob im Sommer Schwimmkurse und Events stattfinden können, hängt von der weiteren Corona-Entwicklung ab. vg

 

Die beliebte, über 100 Jahre alte Eutiner Freibadeanstalt hat am Freitag ihren Betrieb aufgenommen. (Foto: Graap)

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