„Schützt unsere Meere“ – Greenpeace Aktivisten demonstrierten am Holstentor

Holstentor wird mit Botschaft bestrahlt

„Schützt unsere Meere“ forderten Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace heute Morgen mit einer Lichtprojektion auf das Lübecker Holstentor. Anlässlich des internationalen World Oceans Day am kommenden Montag, 8. Juni, machen die Umweltschützerinnen und Umweltschützer mit der leuchtenden Botschaft auf die Krise der Weltmeere aufmerksam.

„Unsere Meere sind in der Krise und die Bundesregierung betreibt vor allem Symbolpolitik“, sagt Ingrid Boitin von der Greenpeace-Gruppe Lübeck. „Nord- und Ostsee brauchen Schutzgebiete, in denen die Natur sich selbst überlassen bleibt. Nur so können sich die Meere erholen, den Herausforderungen der Klimakrise standhalten und die Artenvielfalt bewahren.“

Die Aktivisten fordern eine bessere Regulation der Fischerei

Bundesweit werden am kommenden Montag auch die ehrenamtlichen Gruppen von Greenpeace zum World Oceans Day aktiv. In zahlreichen Städten fordern sie mit selbstgemalten Bannern und Transparenten an ihren Balkonen, in Fenstern oder Gärten Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zu tatkräftigem Meeresschutz auf. Deutschland hat seine Schutzgebiete in Nord- und Ostsee im Jahr 2007 ausgewiesen, doch selbst heute sind immer noch besonders zerstörerische Fischereimethoden erlaubt.

Die Bestände des westlichen Ostseeherings und des östlichen Ostseedorsches sind aufgrund jahrzehntelanger Überfischung und der Erhitzung der Ostsee so weit eingebrochen, dass die Berufsfischerei auf sie eingestellt werden muss. Diese Empfehlung gab in der vergangenen Woche der Internationale Rat für Meeresforschung ICES.

„Was Deutschland auf UN-Ebene vorantreibt, muss auch konsequent umgesetzt werden. Reine Absichtserklärungen reichen nicht. Die Meere brauchen echten Schutz vor menschlicher Zerstörung, am besten fängt man gleich vor der eigenen Haustür an“, so Ingrid Boitin.

Foto: Greenpeace

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