Aus Ostholsteins Geschichte: Vortragsreihe zum Kreisjubiläum

Corona kann sie zwar verzögern, aber nicht aufhalten: Eigentlich hätte die Vortragsreihe „Besonderes (aus) Ostholstein – Beiträge zur Geschichte der Region“ schon Ende April in der Eutiner Landesbibliothek starten sollen, aber dann kam die Zwangspause für Veranstaltungen. Nun kann es endlich losgehen: Am Mittwoch, 10. Juni, spricht Dr. Anke Scharrenberg zum Thema „Von der Reformation bis zum Ende des Alten Reichs: Eutin unter fürstbischöflicher Regierung“.

Veranstaltungen nehmen Ostholsteins Besonderheiten in den Blick

Die Landesbibliothek hat die Reihe anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Kreis Ostholstein“ konzipiert. Sie soll den historischen Bogen von den Slawen bis ins 20. Jahrhundert spannen und dabei immer Ostholstein und seine Besonderheiten in den Blick nehmen, die Landwirtschaft ebenso wie den Tourismus, die Politik und den Sport. „Es soll ein facettenreiches Bild unserer Region in ihrer historischen Entwicklung entstehen“, erläutert Anke Scharrenberg, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Landesbibliothek. Dabei kooperiert man mit der Abteilung für Regionalgeschichte der Kieler Universität.

Wenige Plätze vor Ort, aber ein Video wird ins Netz gestellt

„Allerdings dürfen wir keine Veranstaltungen im üblichen Rahmen durchführen. Deshalb haben wir uns überlegt, dass wir auch technisch Neuland betreten und die Vorträge aufzeichnen und als Video abrufbar ins Netz stellen wollen. Gleichzeitig dürfen auch einige wenige Plätze in unserem Vortragsraum genutzt werden, allerdings unter strengen hygienischen Auflagen“, so Scharrenberg. Wer trotz dieser Rahmenbedingungen vor Ort sein möchte, meldet sich unter Telefon 04521 788770 per E-Mail an a.scharrenberg@lb-eutin.de an. Das Video des jeweiligen Vortrags ist zwei Tage nach dem Termin im Internet auf www.lb-eutin.de für die Dauer von zwei Wochen zu finden.

Fragen und Antworten zu Eutin und seinen Fürstbischöfen

In dem ersten Vortrag am 10. Juni um 19.30 Uhr geht es um Eutin und seine Fürstbischöfe. 1156 wurde Eutin Residenz der Bischöfe von Lübeck. Mit der Reformation endete das Bistum Lübeck, das vom Mittelalter an einen Teil Ostholsteins regiert hatte. Seit 1586 wählte das Domkapitel jüngere Söhne aus dem Hause Schleswig-Holstein-Gottorf zu zukünftigen Fürstbischöfen und sicherte sich die Schutzmacht des benachbarten Herrscherhauses. Anke Scharrenberg beantwortet viele Fragen rund um diese Eutiner Historie: Wer waren diese Fürstbischöfe aus dem Hause Schleswig-Holstein-Gottorf? Was erreichten sie während ihrer Regierungszeit, und wie entwickelte sich das Land unter ihrer Regierung? Wen ehelichten sie, und was wurde aus ihren Kindern?

Vielfältige Themen beleuchten die Historie der Region

Neun weitere Vorträge folgen in den nächsten Wochen noch. So geht es am 17. Juni um die Geschichte der Landwirtschaft in Ostholstein vom Mittelalter bis heute und am 1. Juli um die Kirchen und Klöster bis zur Reformation. Spätere Referate beschäftigen sich unter anderem mit den Themen Literatur, Tourismus und Nationalsozialismus in Ostholstein sowie mit dem „Geist von Malente“. Nähere Infos online auf www.lb-eutin.de

(Foto: Graap)

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