Lübecker Museen haben wieder geöffnet

Nach fast zweimonatiger Zwangspause können die Lübecker Museen im Zuge der ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen ab Dienstag, 12. Mai, endlich wieder ihre Tore öffnen. Prof. Dr. Hans Wißkirchen, Leitender Direktor des Museumsverbundes, freut sich sehr, damit die schrittweise Rückkehr in das Kulturleben der Hansestadt gewährleisten und kunst- und kulturinteressierten Lübeckern wieder ein Stückchen Normalität und Zerstreuung in dieser schwierigen Zeit bieten zu können. Selbstverständlich unter Einhaltung diverser Abstands- und Hygienevorschriften, die den Vorgaben des Landes Schleswig-Holstein und der Hansestadt Lübeck sowie den Hygieneempfehlungen des Robert Koch Instituts entsprechen. Dadurch entfallen zwar weiterhin alle Angebote, bei denen größere Gruppen zusammenkommen wie Eröffnungsveranstaltungen, Führungen, Workshops, Tagungen, Konzerte, Lesungen oder Kindergeburtstagsfeiern. Dies ermögliche aber gleichzeitig einen entschleunigten Museumsbesuch, bei dem sich die Gäste in Ruhe in die Betrachtung der Exponate vertiefen und sich intensiver mit diesen auseinandersetzen, vielleicht sogar bislang verborgene Schätze entdecken könnten, so Wißkirchen.

Ganz besonders erfreulich ist die Wiederöffnung natürlich für all jene Häuser, die zum Frühjahr neue Ausstellungen erarbeitet hatten, die nun zwar fertig sind, der Öffentlichkeit aber aufgrund der Corona-Krise bislang verborgen blieben: so konnten die Sonderausstellungen „Günter Grass: Mein Fußballjahrhundert“ mit einzigartigen Exponaten wie dem Fußball aus dem WM-Endspiel des „Wunders von Bern“ 1954 im Günter Grass-Haus, „Nordic Design. Die Antwort aufs Bauhaus“ im St. Annen-Museum mit Möbeln, Wohnaccessoires und Spielzeug namhafter skandinavischer Designer und Architekten der 1950er und 1960er Jahre sowie die lange erwartete Interimsausstellung „Buddenbrooks im Behnhaus“ bislang nicht eröffnet werden. Die Ausstellung „LAND – KÜSTE –MEER“, die am 28. Februar im Museum für Natur und Umwelt gerade noch eröffnet werden konnte, entführt nun bis voraussichtlich mindestens Ende November die Besucher:innen in die „Schatzkammern des Nordens“. Ab dem 17. Mai wird zudem im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk eine neue Ausstellung mit dem Titel „Das, was von Flender übrig bleibt“ zu sehen sein, die die Geschichte der Flender Werft nachvollzieht, welche auch den Stadtteil Herrenwyk / Kücknitz maßgeblich geprägt hat.

Dabei setzen die Lübecker Museen weiterhin verstärkt auch auf digitale Präsenz: die in den vergangenen Wochen der Schließung entstandene Digital Wall, die auf den Homepages der jeweiligen Häuser unter dem Motto #museenzuhause mit vielfältigen Formaten wie virtuellen Spaziergängen durch die Sammlungen, Videoclips, Apps, Micro-Blogs, e-Guides, kindgerechten Basteltutorials, 360°- Rundgängen oder Digital Stories ihren Besuchern die Kultur online ins Wohnzimmer gebracht hat, soll weiterhin ausgebaut werden. Weitere Informationen auf www.die-luebecker-museen.de

(Foto: Museum für Natur und Umwelt)

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