Landtagspräsident im #LiveLine-Gottesdienst

Klaus Schlie würdigt die Disziplin der Menschen in der Corona-Krise als „besondere demokratische Leistung“ und erwartet ein „neues Miteinander“

#LiveLine, der digitale Gottesdienst aus dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, dreht sich am Sonntag, 19. April 2020 um das Aushalten. Beginn ist um 10 Uhr auf dem YouTube-Kanal des Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg. https://www.youtube.com/channel/UCUJgZzmRNIPT2A_uTLr8y9Q?view_as=subscriber

Nach zwei besonderen Gottesdiensten über die Ostertage mit der frohen Botschaft wendet sich der Gottesdienst einem Thema zu, das wohl alle Menschen in diesen Tagen für sich bearbeiten. Es wird um das Aushalten gehen: Von Beschränkungen in der persönlichen Freiheit, den Unsicherheiten am Arbeitsplatz, den Sorgen um nahe Menschen. Seine ganz persönlichen Gedanken über das Aushalten bringt Klaus Schlie, Präsident des Schleswig-Holsteinischen Landtages, in einem Interview mit Pastorin Katja von Kiedrowski in den #LiveLine-Gottesdienst mit ein.

„Die Menschen akzeptieren die Einschränkungen ihrer Freiheit. Das ist eine besonders beachtenswerte demokratische Leistung. Wir müssen langfristig lernen mit Abstandsregelungen und anderen Verhaltensweisen umzugehen. Auf der anderen Seite: Vieles der Fürsorge, Solidarität und christlichen Nächstenliebe wird bleiben. Wir werden in neue Formen der Begegnungen und des Miteinanders, zum Beispiel auch im Bereich der digitalen Bildung, noch mehr investieren müssen“, sagte Schlie im LiveLine-Interview. Das Gespräch wurde in der Heiliggeist-Kirche im Heimatort des Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Landtags in Mölln am Mittwoch, 15. April 2020, aufgezeichnet.

Es ist der siebte digitale Gottesdienst aus dem Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg, der via YouTube gefeiert wird

Die Idee eines YouTube-Gottesdienstes haben Pröpstin Petra Kallies und Pastor Heiko von Kiedrowski am Freitag, 13. März 2020 entwickelt, als immer mehr Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des Corona-Virus getroffen wurden. Innerhalb kürzester Zeit haben der Kirchenkreis und die Kirchengemeinde den ersten digitalen Gottesdienst auf die Beine gestellt. Aufgrund der großen Resonanz haben sich Kirchengemeinde und Kirchenkreis entschieden, die Gottesdienstreihe unter dem Stichwort #LiveLine auf unbestimmte Zeit weiterzuführen. #LiveLine ist angelehnt an das englische Wort lifeline, übersetzt Rettungsleine bzw. Lebensader. „Wir wollen genau das versuchen mit diesen digitalen Gottesdiensten. Eine verbindende Lebensader zwischen Gott und den Menschen zu schaffen, die sich aktuell nicht mehr begegnen können“, so Heiko von Kiedrowski.

Die Kirche passt  sich den neuen Medien an

Mittlerweile hat sich im YouTube-LiveChat eine digitale #LiveLine-Gemeinde gefunden, die mit ihren Anregungen in Kommentaren und E-Mails das Gottesdienstformat weiter entwickeln. Ob gemeinsamer Gesang, der Wunsch nach Gebärdensprache oder die vielen Fürbitt-Anliegen: #LiveLine ist mehr als eine Gottesdienstübertragung. Das wird auch an den Gottesdiensten vom vergangenen Osterwochenende deutlich. Wer diese nachschauen möchte, findet das Video von Karfreitag und von Ostersonntag, auf der #LiveLine-Playlist.

https://www.youtube.com/watch?v=A3sb6J7AaKY&list=PLiVD0vn3_2e8BnOVAgUH8BLew8FUReF4o

Vorbereitet wird #LiveLine durch das Pfarrteam und das ehrenamtlich tätige Technik-Team der Ev.-Luth. Kirchengemeinde in St. Jürgen, Lübeck. Mit mehr als 13000 Gemeindemitgliedern ist sie die größte im Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. Die Kirchengemeinde in St. Jürgen ist an fünf Standorten in zwei Stadtteilen präsent. Eine aktive Jugendarbeit, vielfältige Kirchenmusik und viele lebendige Gottesdienste zeichnen die Gemeinde aus. All das bringt die Gemeinde in die digitalen Gottesdienste mit ein.

Foto: Pastorin Katja von Kiedroski im Interview mit Landtagspräsident Klaus Schlie

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