Illegales Autorennen im Januar: Täter ermittelt

Am späten Sonntagabend des 26. Januar waren auf der Geniner Straße in Lübeck ein Mercedes und ein Mini Cooper zusammengestoßen, dabei waren drei junge Frauen in dem Mini Cooper leicht verletzt worden. Den polizeilichen Ermittlungen zufolge wurden der BMW Mini und größeres Fahrzeug, vermutlich ein BMW SUV, mit überhöhter Geschwindigkeit auf der Geniner Straße aus Richtung Malmöstraße kommend in Richtung Verteilerkreis Berliner Platz geführt. Es kam zu einem Unfall mit einem weiteren Fahrzeug und dem Mini. Die Polizeistation St. Jürgen leitete ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren unter anderem wegen des Verdachts der Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen im Straßenverkehr ein.

Täter konnte jetzt ermittelt werden

Der mutmaßliche Fahrer eines BMW X5 konnte zwischenzeitlich ermittelt werden. Dieser hielt sich während der Unfallaufnahme in der Nähe auf einem Tankstellengelände auf. Der 19-jährige Lübecker und sein 18-jähriger Beifahrer gaben zu diesem Zeitpunkt an, nicht mit dem Unfall in Zusammenhang zu stehen.

Der Ermittler konnte dann auf Videomaterial zugreifen, welches das Unfallgeschehen darstellte. Hier war der BMW des 19-jährigen Fahrers eindeutig zu sehen.

Mit mindestens 100 in Ortschaft unterwegs

Gemeinsam mit dem Verkehrsüberwachungsdienst/Fachdienst Aggression in Neumünster wurden für einen Gutachter zwei Vergleichsvideos erstellt, so dass dann im Ergebnis nach Abzug von Toleranzen eine gefahrene Geschwindigkeit von knapp über 100 km/h innerhalb der geschlossenen Ortschaft ermittelt wurde.

Die Lübecker Staatsanwaltschaft erwirkte bei dem zuständigen Amtsgericht Lübeck Beschlüsse zur vorläufigen Entziehung der Fahrerlaubnis sowohl gegen den 19-jährigen mutmaßlichen Fahrer des SUV als auch die gleichaltrige Fahrerin des Mini.

Die polizeilichen Ermittlungen sind nun abgeschlossen und der Vorgang wurde an die Staatsanwaltschaft abgegeben.

PM/ Foto: Holger Kröger

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