Schutzmasken für Helfer

Ehrenamtliche nähen Behelfsschutzmasken – weiteres Material benötigt.

Sie sitzt in ihrer zur Nähstube umfunktionierten Küche und ist überwältigt. Doreen Meier, gelernte Schneiderin, näht mit einigen anderen Frauen Behelfsschutzmasken für Postboten, Pizzafahrer, DRK-Helfer, Physiotherapeuten und anderen Helfern, die Kunden oder Patienten vor Ansteckung schützen möchten.

„Meine Freundin Sarah aus Magdeburg erzählte mir, dass sie jetzt Mundschutz näht. Ich habe das erst belächelt“, erzählt Doreen Meier. Doch dann erfuhr sie von Ehrenamtlichen, die in einem Hospiz einen ganzen Tag lang mit einem einzigen einfachen Mundschutz auskommen müssen. „Und dann erzählte mir ein befreundeter Handwerker, dass er selbst mit Mundschutz bei seinen Kunden arbeitet, aber zurzeit keinen kaufen kann. Da wurde mir klar, dass es Sinn macht, solchen einfachen Mundschutz zu nähen.“

Und dann hat sie losgelegt. Gemeinsam mit ihrer Freundin und weiteren Mädels in Magdeburg, Wismar und Lübeck sind sie zu acht in einer Whatsapp-Gruppe „Nähen für Helfer“ vernetzt und tauschen sich darüber aus. „Jede von uns hat weitere Helfer, die uns unterstützen, bei mir sind es nochmals acht fleißige Bienchen, die nähen, zuschneiden oder Gummis einziehen.“

Innerhalb kürzester Zeit hat Doreen Meier mit ihren Helferinnen schon rund 800 Stück angefertigt. „Die geben wir kostenlos ab, freuen uns aber auch über Gummis, das fehlt uns am meisten.“ Und die Resonanz ist riesig. „Was wir in den letzten Tagen für Feedback erhalten haben, ist toll und es ist unglaublich, aus welchen Ecken wir Unterstützung bekommen“, zeigt sich Doreen Meier überwältigt. „Deshalb ist es mir wichtig auch noch mal ein großes Dankeschön an alle weiterzugeben.“
Was sie gebrauchen können, sind Gummispenden, also Gummibänder in Breiten zwischen fünf und zehn Millimetern, sowie Nähmaschinennadeln und von Schnellheftern das Metall, mit dem der Mundschutz enger an der Nase angelegt werden kann. Mit den Gummibändern wird der Mundschutz am Kopf fixiert.

Der Stoff für den Mundschutz wird doppelt, drei- oder vierlagig vernäht und ist offen, damit bei Bedarf ein Filter dazwischen gelegt werden kann. Der Stoff muss zu 100 Prozent aus Baumwolle bestehen und kochfest sein, damit die Viren beim Waschen abgetötet werden können. „Dieser Mundschutz ist nur ein Behelfsschutz, das wissen wir alle. Aber das Risiko einer Tröpfcheninfektion ist dadurch geringer als gar kein Schutz“, sagt Doreen Meier. „Außerdem verhindert er, dass man sich an den Mund fasst.“

Wer Doreen Meier und ihre fleißigen Bienchen mit Material oder Hilfe unterstützen möchte, kann per Whatsapp unter mobil 0176/82 15 27 90 mit ihr Kontakt aufnehmen. Außerdem können sich so alle melden, die auch so einen Mundschutz benötigen.

Doreen Meier ist Schneiderin und näht zurzeit mit weiteren Frauen ehrenamtlich Behelfsmasken zum Schutz gegen das Corona-Virus. Foto: Anja Hötzsch

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Eine Antwort auf „Schutzmasken für Helfer“

  1. Wolfgang Hotopp sagt:

    Wolfgang Hotoppp hwaho3012@gmail.com
    Lübeck, 29.04.20
    Sehr geehrte Damen und Herren,
    duch einen Autounf. bedingt habe ich u.a. l. Arm eine periphere Lähmung. Somit kann ich mir keineSchutzmaske selber nähen,
    Ich benötige eine waschbafre.
    Diese bitte an:
    Wolfgang Hotopp
    Lindenstr. 46
    23558 Lübeckte
    Bitte falls mit Überweisung-/Zahlschedin.
    Danke
    mfg

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