Eindrucksvoll: Junger Naturfotograf mit Teleobjektiv auf Fotopirsch

Bleib allein und halte Abstand – was in der Corona-Krise gilt, praktiziert Fiete Strube aus Groß Meinsdorf für sein Hobby eigentlich immer. Der 17-jährige Gymnasiast ist leidenschaftlicher Naturfotograf. Und um die heimische Tierwelt vor die Linse zu bekommen, darf er Eisvogel, Reh oder Hase nicht verschrecken. Für das perfekte Foto sind Ruhe und Geduld seine größten Verbündeten.

Viel Taschengeld in ein Teleobjektiv investiert

„Vor ein paar Jahren hatten mir meine Eltern eine kleine Digitalkamera geschenkt, mit der ich alles mögliche fotografiert habe – die Familie, unsere Katze. Anschließend bin ich aufs Handy umgestiegen“, berichtet Fiete Strube von seinen ersten Gehversuchen in Sachen Fotografie. Irgendwann habe er sich dann eine richtige Kamera zu Weihnachten gewünscht. Seitdem hält er alles, was sich so in der Natur bewegt, mit seinem Fotoapparat – einer Canon 80D – fest. „Um den Tieren noch näher zu kommen, habe ich schließlich viel Taschengeld in ein Teleobjektiv investiert“, erzählt der Schüler.

Fiete legt sich gut getarnt im Unterholz auf die Lauer

Und das hat sich gelohnt: Mit dem Hochleistungsobjektiv mit bis zu 600mm Brennweite macht Fiete Strube vor allem rund um den Großen Eutiner See überwältigende Bilder: die Blaumeise im Knick, der Haubentaucher auf dem Wasser, der Eisvogel beim Fischen, grasende Rehe auf dem Feld. Auch wenn ab und an ein paar Landschaftsbilder dabei sind, konzentriert er sich doch fast ganz auf die Tierfotografie. Am ergiebigsten ist die Fotopirsch stets früh morgens oder vor der Abenddämmerung. Oft fährt Fiete Strube deshalb schon vor Sonnenaufgang mit dem Rad zu seinen Hotspots und legt sich gut getarnt im Unterholz auf die Lauer – ja er baut manchmal sogar richtige Verstecke, um auch die scheusten Tierchen mit der Kamera einzufangen. Wichtig sei aber auch die Ortskenntnis: „Wo man vorher noch nicht war, entdeckt man erst nach und nach die Fülle der Motive. Und inzwischen höre ich die Vögel eher, als dass ich sie sehe.“ Was natürlich nicht heißt, dass er nicht auch im Urlaub hervorragende Bilder schießt: So sind 2019 zum Beispiel auf Island beeindruckende Landschaftsaufnahmen und Fotos von Papageitauchern entstanden.

Auf Instagram folgen dem Jungfotografen 850 Abonnenten

Dem jungen Naturfotografen kommt es nicht unbedingt darauf an, einen super seltenen Vogel vor die Kamera zu kriegen. „Ich habe vielmehr im Blick, was die Tiere so alles machen“, sagt Fiete Strube. Mittlerweile kann er das Verhalten der Tiere schon ein bisschen deuten und erahnen, was sie als nächstes tun. Nicht nur das Fotografieren hat sich der Teenager selbst beigebracht, auch das Wissen um die Tiere hat er sich selber angelesen. „Gut austauschen mit anderen Naturfotografen kann man sich auch im Internet“, sagt Fiete Strube. Auf Instagram teilt er sein Steckenpferd mit Gleichgesinnten. 850 Abonnenten folgen ihm dort bereits und staunen über die Vielfalt der heimischen Tierwelt und die Fotokunst made in Groß Meinsdorf.

Momentan ist er jeden Tag mit der Kamera unterwegs

Auch wenn das Coronavirus das ganze Land lahmlegt, Fiete Strube kann seinem Hobby momentan sogar noch intensiver nachgehen. Weil das Voßgymnasium wie alle Schulen geschlossen und auch Leichtathletik im Verein unmöglich ist, hat der Nachwuchsfotograf jetzt jeden Tag Zeit, die Natur mit seiner Kamera zu erforschen – und dank Teleobjektiv ganz nah und doch mit großem Abstand. Auf Instagram ist der Fotograf unter @fiete_str zu finden. vg

 

Hier ein kleine Auswahl an Fotografien von Fiete Strube:

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