E-Punkt organisiert Nachbarschaftshilfe

Regelmäßige Einkaufsdienste, Telefongespräche und mehr können dank der breiten Unterstützung angeboten und vermittelt werden

Menschen über 60 und mit Vorerkrankungen sollten den kleinen Gang durch den Supermarkt oder in die Apotheke und damit eine mögliche Infizierung mit dem neuen CoronaVirus vermeiden. Und es gibt Abhilfe durch Einkaufsdienste und Telefonanrufe, wenn jemand sich regelmäßigen Austausch wünscht. Dank Internet ist es in diesen Wochen möglich, trotz Isolation und Rückzug die Gemeinsamkeit zu stärken. Das zeigt sich in Lübeck beim Ehrenamtsnetzwerk E-Punkt. Dort laufen die Fäden der Nachbarschaftshilfe zusammen.

„Durch Kooperationspartner wie Awo, Caritas, DRK, Kirchengemeinden und Nachbarschaftsbüros haben sich stadtteilbezogene Anlaufstellen für Nachbarschaftshilfe gebildet, um es den Menschen zu erleichtern, zuhause zu bleiben“, erzählt Teamleiterin Stine Nielandt. Viele Menschen seien in der aktuellen Situation verunsichert. Dort setzt E-Punkt an, bietet auf seiner Homepage eine zentrale Anlaufstelle für Hilfesuchende und Hilfeleistende. „Wir bringen engagierte Lübecker mit Organisationen zusammen, um die Hilfe so unkompliziert und sicher wie möglich zu machen.“. Das E-Punkt-Team in der Hüxtertorallee hilft dabei, die Unterstützungsangebote zu bündeln und sichtbar zu machen. „Wer zur Risikogruppe gehört und zuhause bleiben sollte, meldet sich direkt bei seiner Anlaufstelle in der Nachbarschaft“, erläutert Kerstin Merk. „Es gibt viel Hilfsbereitschaft in dieser Zeit“, macht sie den Hilfesuchenden Mut, sich nicht unnötig zu gefährden und Unterstützung anzunehmen.

Wer sich gesund fühlt und keine Krankheitssymptome hat, kann Betroffenen der Risikogruppe helfen

Eine Übersicht über die Anlaufstellen sowie wichtige Verhaltensregeln sind bei E-Punkt im Internet nachzulesen. So weisen sich freiwillige Einkäufer den Anlaufstellen gegenüber mit Personalausweis aus. Auch Studenten der Uni Lübeck haben ihre Unterstützung erklärt.

Die Hilfe kann neben Einkaufsdiensten auch beinhalten, regelmäßig zu telefonieren, um durch den Austausch einer Vereinsamung vorzubeugen. Ob Hunde ausgeführt oder auch mal technische Mittel wie Drucker oder Laptops zur Verfügung gestellt werden: „Der Bedarf wird sich nach und nach zeigen“, sagt Stine Nielandt. Am besten helfen die Helfer in ihrer direkten Nachbarschaft und nur einem Haushalt. Hilfesuchende in der Nähe werden über die Kooperationspartner im jeweiligen Stadtteil gefunden.

Telefon 0451/ 30 50 405, E-Mail: info@epunkt-luebeck.de

Kerstin Merk und Katja Nowroth (r.) vom E-Punkt gehören zum Team, das die Nachbarschaftshilfe organisiert. Foto: Marek Wolocznik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.