Aus dem Tonstudio in die Wohnzimmer

Kulturakademie der Vorwerker Diakonie startet mit digitalen Konzerten

Die Kulturakademie der Vorwerker Diakonie hat in Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck eine digitale Konzertreihe gestartet: Sie soll Berufsmusikern helfen, während der Corona-Krise finanziell zu überleben. Gleichzeitig ist sie eine schöne Ablenkung für alle Menschen, die zur Zeit in den eigenen vier Wände bleiben müssen. Unter dem Label „KAVD Studio 1 Sessions“ wird ab Sonntag, 29. März, täglich ein Titel aus dieser Reihe auf den bekannten Plattformen wie Youtube und Facebook online gestellt.

Das Besondere: Die teilnehmenden Künstler erhalten eine Gage – wie bei regulären Konzerten auch. Die Mittel hierfür werden von der Possehl-Stiftung Lübeck zur Verfügung gestellt. „Freiberufliche Künstler haben derzeit keine Chance, Geld durch Konzerte zu verdienen“ so Michael Schmerschneider, Leiter der Kulturakademie und Ideengeber für das Projekt.. „Auch Alternativen, wie etwa das Unterrichten an den Musikschulen, ist derzeit nicht möglich, da alle Musikschulen geschlossen haben“, berichtet Schmerschneider. Mit der Förderung der Possehl-Stiftung können insgesamt 30 digitale Konzerte stattfinden. „Die Konzerte sind für uns Künstler in dieser Zeit eine unglaublich große Hilfe – und gleichzeitig entstehen dabei auch noch tolle Aufnahmen“, sagt Katharina Schwerk, Singer-Songwriterin aus Lübeck und Session-Teilnehmerin.

Die Aufnahmen finden in der Kulturakademie der Vorwerker Diakonie statt

Hier befinden sich hochwertige Video- und Tonstudios. Die Räumlichkeiten sind außerdem mit einem Steinway Konzertflügel und weiteren Instrumenten ausgestattet und bieten so eine perfekte Umgebung für die Produktion. „Die Kulturakademie ist eine inklusive Einrichtung“, so Schmerschneider. „Das heißt, hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung mit den Künstlern Hand in Hand.“

Rico Gubler, Präsident der Musikhochschule Lübeck, ist begeistert von der Kooperation. „Wir freuen uns sehr mit der Kulturakademie einen professionellen Partner zu haben, mit dem solche Projekte möglich sind“, sagt er. Bei den Konzerten werden besonders ehemalige Studenten der Musikhochschule berücksichtigt, die in der jetzigen Corona-Krise über kein Einkommen mehr verfügen. Aber auch freiberufliche Musikerinnen und Musiker, die nicht in Lübeck studiert haben, können sich unter kulturakademie@vorwerker-diakonie.de bewerben. Ausgeschlossen sind jedoch Musiker, die über eine Festanstellung verfügen, Studenten mit einem Stipendium sowie Menschen, die freizeitlich musizieren.

Foto: Vorwerker Diakonie

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