Lübeck stellt Online-Dienste für Schulen bereit

Digitaler Unterricht: Verteilung von Unterrichtsmaterialien sowie Kommunikation online

Um Schüler und Lehrer trotz Schulschließungen eine Möglichkeit zur Kommunikation untereinander und zur Verteilung von Unterrichtsmaterialien zu bieten, bereitet die Hansestadt Lübeck derzeit zentralisierte Online-Dienste in Form von E-Mailpostfach, Dateiablage für Unterrichtsdateien und Möglichkeiten zur gemeinsamen Arbeit an Dokumenten vor. Der Einsatz von UCS@school als Identitäts- und Berechtigungsmanagement für den Schulbetrieb wurde in der Vergangenheit bereits erprobt, sodass auf bestehenden Erfahrungen aufgebaut werden kann.

Zunächst sollen Schüler der allgemeinbildenden Schulen ab der 5. Klasse sowie die Lehrer der jeweiligen Schulen Zugang zu dem System erhalten. „Wir arbeiten gerade mit Hochdruck an einer Lösung, um das System noch vor den Osterferien zum Laufen zu bringen“, erklärt Friedrich Thorn, Leiter des Bereiches Schule und Sport. Um genügend Speicherplatz und Rechenleistung zur Verfügung zu stellen, werden kurzfristig zwei Server mit einer Kapazität von je 10 Terrabyte aufgesetzt. Das System UCS@school, auf das dabei gesetzt wird, wurde bereits im Zeitraum von 2016 bis 2019 an drei Lübecker Pilotschulen erprobt und evaluiert. Eine Schule der abgeschlossenen Pilotphase, die das System aktuell nutzt, um Unterrichtsmaterialien und Aufgaben bereitzustellen, ist die Oberschule zum Dom. „Aktuell nutzen bei uns 761 Schüler:innen und 64 Lehrkräfte das System, wir freuen uns jetzt auf mehr Serverkapazität“, berichtet der kommissarische Schulleiter Dirk Rother.

Langfristig soll das System allen Lübecker allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung stehen

Aufgrund der Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie, entschied sich der Bereich Schule und Sport jetzt, abweichend von der eigentlichen Planung, für eine kurzfristige Bereitstellung des Systems für alle Schüler:innen ab der 5. Klasse, um die Verteilung von Unterrichtsmaterialien, gemeinsames Arbeiten an Online-Dokumenten und E-Mailkommunikation sicherzustellen. Dazu muss aber zunächst mehr Serverkapazität geschaffen werden und die fast 12.000 neuen Benutzer:innen müssen in das System eingepflegt werden. „Für uns hat die kurzfristige Bereitstellung einer digitalen Infrastruktur nicht nur hohe Priorität, um Prüfungsvorbereitung und Unterricht zu ermöglichen, sondern auch um die Lehrer, die mit großem Einsatz dafür sorgen, dass die Lernmaterialien die Schüler:innen in der aktuellen Situation erreichen, zu entlasten“, so Senatorin Kathrin Weiher.

Foto: Pixabay

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