Hilfe für Obdachlose in der Corona-Krise

In Lübeck hat sich ein Bündnis gebildet, um Obdachlose in der Corona-Krise betreuen zu können. Der Zusammenschluss will obdachlose Menschen täglich mit Essen versorgen. Er besteht aus der Obdachlosenhilfe Lübeck e.V., der Kirchengemeinde St. Marien und der Partei Die Linke.

An 7 Tagen die Woche wird Essen verteilt

Die drei teilnehmenden Einrichtungen haben sich die Wochentage aufgeteilt, an denen sie die Verpflegung der Obdachlosen übernehmen wollen. Folgende Regelung wurde getroffen:

– Die Kirchengemeinde St. Marien wird am Montag, Mittwoch und Freitag von 17 bis 19 Uhr Suppe vor der Kirche verteilen.
– In der Hundestraße 14 kocht Die Linke Donnerstag und Sonntag von 17 bis 19 Uhr
– Der Herzenswärmebus fährt am Sonnabend und am Dienstag durch die Stadt und verteilt Carepakete.

„Das Angebot wurde spontan gut angenommen und wird sich in den nächsten Tagen weiter rumsprechen, so dass wir hoffen, alle Obdachlosen und hungrigen Menschen in Lübeck zu erreichen. Wir achten dabei sehr streng auf die Sicherheitsauflagen, die von den Gästen auch vorbildlich und mit gegenseitigem Respekt eingehalten wurden“, erklären Jan Rühmling, Obdachlosenhilfe Lübeck e.V., Inga Meißner Pastorin St. Marien und Katjana Zunft Bürgerschaftsmitglied Die Linke in einer gemeinsamen Erklärung.

Zusätzliche Duschmöglichkeiten

„Wir möchten uns auch ganz herzlich bei den Verantwortlichen der Stadtverwaltung und dem Senator Schindler für die schnelle und unbürokratische Unterstützung bedanken“, ergänzt die Kooperation. So konnte auch eine schnelle Lösung bei der hygienischen Versorgung gefunden werden. Obdachlose Frauen und Männer dürfen fortan auch in der Wahmstraße 60 duschen und ihre Wäsche waschen, was zum Problem wurde, da alle anderen Hilfseinrichtungen schließen mussten.

Unterstützung in ihrer Arbeit erhielt die Obdachlosenhilfe kürzlich von dem Restaurant Nord im Europäischen Hansemuseum. Das Restaurant überreichte dem Verein übrig gebliebene, frische Lebensmittel. Christian Zeitkowsky, der Vorsitzende des Vereins, betonte die prekäre Lage, in der sich Obdachlose durch die Einschränkungen des öffentlichen Lebens bereits jetzt befänden.

 

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