Startschuss für Hotel-Neubau an der Eutiner Stadtbucht

Es ist ein „Sahne-Grundstück“, auf dem die gemeinnützige Gesellschaft „Die Ostholstein“ jetzt zu bauen beginnt: Direkt an der Eutiner Stadtbucht entsteht in den nächsten zwei Jahren ein Hotel mit 44 Doppelzimmern. Am Donnerstag erfolgte der symbolische erste Spatenstich – wegen der Corona-Krise nur in kleiner Runde.

Inklusionshotel beschäftigt Menschen mit und ohne Handicap

Es wird eine besondere Herberge: ein Inklusionshotel, in dem zwölf Menschen mit und 15 ohne Beeinträchtigungen beschäftigt sein werden. „Gemeinsam zu arbeiten, das soll ein klares Zeichen für Inklusion in unserer Gesellschaft setzen. Natürlich ist das Hotel für Arbeitende und Gäste umfassend barrierefrei – ansonsten soll es aber ein ganz normales, natürlich attraktives Hotel für jede und jeden sein“, betont Geschäftsführer Reinhard Sohns. Die Stadt brauche dringend ein attraktives Hotel, „Die Ostholsteiner“,wollten Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap schaffen – „das ist eine Win-Win-Situation“, unterstreicht Sohn.

Behnk: „Kritische Stimmen sind immer weniger geworden“

Bürgermeister Carsten Behnk erläuterte noch einmal die Historie des Projekte: 2016 hätten die Wirtschaftsförderer des Landes ihn auf die Idee gebracht, den Bau eines Inklusionshotel zu prüfen. Und „Die Ostholsteiner“ hätten sich zügig als Träger für das Vorhaben eingebracht. „Den Bürgerentscheid um den Standort an der Stadtbucht hat das Hotelprojekt Anfang 2017 gewonnen. Und spätestens seit dem Architektenwettbewerb sind die kritischen Stimmen immer weniger geworden“, so Behnk. Er finde den Standort für ein Hotel mit Café einfach genial. Auch der Bauleiter, der Eutiner Architekt Stephan Barnstedt, spricht von einem Leuchtturmprojekt für den Tourismus vor Ort.

Landrat würdigt Mut zu dieser Investition

Und Landrad Reinhard Sager dankte Sohns für den Mut, diese zukunftsträchtige Investition zu wagen. „Das Hotel schafft auch Teilhabe für Menschen, die den Job können und wollen. Und endlich bekommt die Kreisstadt das dringend benötigte moderne Hotel.“ Es sei für ihn ein Glücksmoment, den Startschuss zu diesem Projekt mit geben zu können, so Sager.

44 Zimmer und Wellnessbereich sowie Restaurant mit Terrasse

2022 soll ein umfassend barrierefreies, zweieinhalbstöckiges Gebäude die Stadtbucht zieren. Dunkle Klinker und hölzerne Balkone prägen die Außenfassade, Teile des Daches werden begrünt sein. 44 Zimmer in drei unterschiedlichen Kategorien bilden das Herzstück des Hauses. Viele Eutiner freuen sich auch auf 60 Restaurant-Plätze drinnen und noch einmal viele draußen – mit Blick aufs Schloss und direkt an der Uferpromenade. Auch der Wellnessbereich mit Sauna sowie ein Tagungsraum, der für Familienfeiern bis 70 Personen nutzbar sein wird, stehen zur Verfügung. Dass alles auf dem neuesten technischen Stand ist, sagt die Energieeffizienznorm KFW 55. Geheizt wird mit Fernwärme der Stadtwerke.

Hotelprojekt kostet 9,5 Millionen Euro

Die Bau-, Planungs- und Einrichtungskosten sind auf 9,5 Millionen Euro veranschlagt. Wie weit die aktuelle Corona-Pandemie auf das Projekt durchschlagen wird, vermag im Moment niemand zu sagen. Wegen der Grenzschließung konnten die dänischen Architekten nicht zum Spatenstich kommen. vg

 

Bei frühlingshaftem Wetter wurde am Donnerstag der erste Spatenstich zelebriert. (Foto: Graap)

Unten: Wer auf der Promenade geht, wird diesen Blick auf das Inklusionshotel haben.  (Fotos: hfr)

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