Bürgerbefragung der Stadt Eutin: Welche Marke darf es sein?

Die Stadt Eutin lässt an 25?000 Haushalte in der Kreisstadt und der näheren Umgebung einen vierseitigen Fragebogen verteilen. Mit dessen Hilfe will Michael Keller, der neue Chef der Eutin GmbH, die Entwicklung einer Stadtmarke vorantreiben. „Es geht darum, herauszufinden, wer wir sind und wohin wir wollen. Wo liegen unsere Stärken und Schwächen? Was macht Eutin besonders?“, erläutert Keller. „Wir wollen ein Gefühl dafür bekommen, in welche Richtung die Bürger denken.“ Bis zum 12. April hat man Zeit, den ausgefüllten Bogen abzugeben oder die Fragen im Internet auf www.befragung-eutin.de zu beantworten.

Was ist Eutins Alleinstellungsmerkmal?

„Die insgesamt 15 Fragen haben wir bewusst zugespitzt formuliert. Sie lassen keine goldene Mitte zu, sondern man muss sich für eine Tendenz entscheiden“, betont Tourismuschef Keller. Wie soll sich Eutin also künftig verkaufen – als Rosenstadt, Festspielstadt, Einkaufsstadt Residenzstadt, Weimar des Nordens – oder doch ganz anders? Es gilt, zu identifizieren, was die Markentreiber der Kreisstadt sind. Welche Profilierungsansätze bietet Eutin und womit identifizieren sich die Einwohner beziehungsweise was schätzen die Gäste an Eutin? Was ist das Alleinstellungsmerkmal, mit dem sich Eutin gegenüber anderen Wettbewerbern profilieren kann?

Fachgespräche mit ausgewählten Schlüsselpersonen des Stadtlebens

Mit dem Markenbildungsprozess soll dies herausgearbeitet werden. Dabei wird die Tourist-Info von den Stadtmarketing-Profis des Lübecker Beratungsunternehmens „cima“ unterstützt. Projektleiterin Regina Schroeder und Beraterin Janne Borchers analysieren dafür außerdem zahlreiche andere Daten, unter anderem das touristische Werbematerial der vergangenen Jahre: Gab es bisher eine Grundbotschaft, die sich wiederholt? Darüber hinaus führen sie Fachgespräche mit ausgewählten Schlüsselpersonen des Eutiner Stadtlebens und werten eine parallel laufende Online-Umfrage aus, an der sich rund 1000 zufällig ausgewählte Menschen aus ganz Norddeutschland beteiligen sollen – das Verfahren soll annähernd repräsentativ sein.

Finale Workshops mit Eutiner Experten

Wie geht es danach weiter? Die Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung bilden die Grundlage für verschiedene Workshops, in denen mit einem Expertenteam der Markenkern herausgeschält werden soll. Dazu eingeladen sind Vertreter von wichtigen Kultureinrichtungen, der Wirtschaft, Stadtverwaltung und Kommunalpolitik. Moderiert werden die Workshops von der Firma Heinze und Partner, ein Dortmunder Büro für Stadtstrategien. Außerdem wird das Corporate Design der neuen Stadtmarke entwickelt. Eutin soll sich am Ende des Prozesses im Herbst 2020 mit einer modernen, stimmigen Bild-/Textmarke vermarkten. Eine Marke, mit der sich die Einwohner identifizieren können und die Eutin authentisch nach außen kommuniziert. Wer keinen Fragebogen bekommen hat, erhält ihn in der Tourist-Info Eutin am Markt 19.

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