50 Jahre Seniorenbegegnung

Zur Jubiläumsfeier der Einrichtung an St. Martin in Cleverbrück kamen viele Gratulanten

So hatten es sich die Pastorinnen Anne Rahe und Gesa Paschen gewünscht: Zur Jubiläumsfeier anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Seniorenbegegnung an St. Martin in Cleverbrück strömten nicht nur die Damen der Seniorenbegegnung durch die offene Tür, sondern auch viele Gratulanten. Gertrud Lävemann nahm sichtlich erfreut ihre damaligen Martinspastoren Volker Prahl und Andreas Pieper in Empfang: „Meine Jungs sind da!“ Mit ihnen erinnerte sie sich sogleich an bunte Nachmittage und herrliche Ausflüge. Gertrud Lävemann leitet die Seniorenbegegnung zusammen mit Roswitha Winter und Sigrid Schmeichel.

Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Elisabeth Kremer rühmte als Cleverbrückerin, die jahrzehntelange hervorragende Seniorenarbeit der Martinsgemeinde. Klaus Nentwig, der die Glückwünsche des Gemeinnützigen Bürgervereins überbrachte, hob die Bedeutung dieser sozialen Einrichtung für ganz Schwartau hervor und zollte insbesondere der Gründerin des ABC-Clubs, Gertrud Lävemann, hohen Respekt: „Was machen die Männer im Kirchenvorstand eigentlich ohne solch beherzte Frauen – damals wie heute?“ „Musicus” Felix Metzner, ein Musikgeragoge, den Pastorin Rahe als Überraschungsgast eingeladen hatte, brachte die Jubiläumsgäste mit beliebten Kirchenliedern und Schlagern zum Singen und Schwingen. Vor 50 Jahre trafen sich Pastoren und Stadtväter in Bad Schwartau, um einen geeigneten Rahmen zu finden: alleinstehende und ältere Menschen in Cleverbrück sollten die Möglichkeit bekommen, sich zu treffen und zu unterhalten. Der damalige Pastor Gipp bot den Gemeindesaal an.

Gertrud Lävemann erinnert sich: „Mein Mann kam von einer Kirchenvorstandssitzung nach Hause, die Ehefrauen der Kirchenvorsteher sollten sich bei einem Treffen überlegen, wer die Leitung übernimmt. Die einzige, die kam, war ich. Ich war damals 38 Jahre alt und leitete ab sofort – zunächst gemeinsam mit Frau Böttcher – 20 Jahre lang den ABC-Club. Beim ersten Mal kamen über 60 Personen, gut, dass im Gemeindesaal eingedeckt wurde.“

1990 übernahm Roswita Winter die Leitung der Seniorenbegegnung. „Mir war es sehr wichtig, dass die Gespräche nicht zu kurz kamen. An Nebentischen wurden bei Krisen Seelsorgegespräche geführt und Nachbarschaftshilfe geleistet.“ Sigrid Schmeichel übernahm 2006 die Leitung und damit auch das bewährte Format: „Der Kaffee hatte zu Beginn 30 Pfennige gekostet, heute kostet er einen Euro. Den Kuchen besorge ich, den gibt es umsonst dazu. Nach dem Kaffeetrinken spielen wir Skip-Bo und Rummikub. Wichtig sind aber auch die Betreuung der Schützlinge, Gespräche über die Zukunft, über Krankheitssorgen und Reisen.“

„Die Gespräche, der achtsame Umgang mit den älteren Menschen, zuhören, mitfühlen, sich kümmern, das eint die drei starken Frauen, die sich für die Seniorenbegegnung „Offene Tür“ eingesetzt haben und sich noch heute einsetzen“, so die Pastorinnen Anne Rahe und Geas Paschen. „Der Kirchengemeinderat ist den drei Damen Lävemann, Winter und Schmeichel von Herzen dankbar für ihr soziales Engagement und ihr Vorbild, ihren christlichen Glauben so warmherzig zu leben.“

Die Leiterinnen Roswitha Winter, Gertrud Lävemann und Sigrid Schmeichel (vorne von links) mit den Pastorinnen Anne Rahe (links) und Gesa Paschen. Foto: HFR

Kommentar hinterlassen zu "50 Jahre Seniorenbegegnung"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*