Neuer Ärger über Feuerwehrausstattung

Bei der letzten UBPöS-Sitzung wurde kontrovers über Atemschutzwerkstätten diskutiert

Zu einem Eklat kam es bei der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Bauen, Planung und öffentliche Sicherheit (UBPöS). Die Verwaltung hatte gemeinsam mit der Gemeindewehrführung einen Antrag eingebracht, für die Ausstattung der Atemschutzwerkstatt für den Neubau der Freiwilligen Feuerwehr Stockelsdorf und die Modernisierung der Atemschutzwerkstatt der Freiwilligen Feuerwehr Mori jeweils 60 000 Euro im Nachtragshaushalt bereitzustellen.

Dieser Antrag wurde sehr kontrovers und hitzig diskutiert. CDU-Vorsitzender Christian Ehmcke bezweifelte, dass die Modernisierung bei der FF Mori notwendig sei und beantragte wegen der angespannten Haushaltslage nur die Kosten für den Neubau der FF Stockelsdorf zu bewilligen. „Die Größe reicht aus, dass alle Feuerwehren der Gemeinde hier bearbeitet werden können“, so Ehmcke.

Bürgermeisterin Julia Samtleben als oberste Dienstherrin, Gemeindewehrführer Günter Volgmann und Gemeindeatemschutzgerätewart Florian Paasch begründeten den gemeinsamen Antrag mehrfach. Bei der Abstimmung nach einer Sitzungsunterbrechung wurde der Verwaltungsantrag mit den Stimmen von CDU, UWG und einer Grünen-Stimme dennoch abgelehnt. Im gleichen Maß wurde der CDU-Antrag mit neun zu sechs Stimmen angenommen.

Aufgeheizte Stimmung über die Ablehnung des Antrags

In einer ersten Reaktion legten daraufhin die Atemschutzgerätewarte der Feuerwehr Mori daraufhin ihr Amt nieder. Mittlerweile hat sich die Lage wieder beruhigt und die Atemschutzgerätewarte haben ihre Arbeit wieder aufgenommen.  Ebenfalls auf der Tagesordnung stand ein Entwicklungskonzept für die Dorfschaften. Auf Antrag von CDU, Grünen und UWG war im Januar bei der Fachausschusssitzung beschlossen worden, über den Stand der Dorfentwicklungspläne vorzutragen. Bauamtsmitarbeiter Nils Büker hatte dazu eine Präsentation erarbeitet und erklärte, dass ein Ortsentwicklungskonzept für ein Zeitfenster von zehn bis 15 Jahren in sechs Phasen erstellt werden könne mit einem Zeitrahmen von rund anderthalb Jahren.

Fördermittel können vom Land beantragt werden für das Ortsentwicklungskonzept und Projekte, die sich daraus ergeben. Bauamtsleiter Dieter Rodewald ergänzte: „Das Konzept ersetzt keine Fachplanung, sondern ist sozusagen eine Zukunftsvision für den ländlichen Raum.“ Förderfähig ist allerdings nur die Erstellung eines Dorfentwicklungskonzeptes für alle Dörfer zusammen, nicht einzeln.

Die Freiwillige Feuerwehr Mori möchte gern ihre 20 Jahre alte Atemschutzgerätewerkstatt modernisieren. Das hat der Fachausschuss in der vergangenen Woche abgelehnt. Foto: Anja Hötzsch

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